Weiterhin stellt das Schreiben fest, es müssten Schritte unternommen werden, um das Verbot der Verteilung von Hilfsgütern aufzuheben, sämtlichen Formen politischer Gewalt und Einschüchterung ein Ende zu setzen und ein Umfeld zu schaffen, in dem echte Heilung und Versöhnung geschehen können.
]]>Das Land brauche nun eine Regierung der nationalen Einheit und einen “Geist der Vergebung”, heisst es weiter. Die christlichen Kirchen, denen schätzungsweise die Hälfte der zimbabwischen Bevölkerung angehört, könnten zu dem Versöhnungsprozess beitragen. Allerdings gebe es derzeit in dem Land keine Kultur der Toleranz mehr, so der Generalsekretär der Katholischen Bischofskonferenz von Zimbabwe, Frederick Chiromba; “dabei könnten wir bei aller Unterschiedlichkeit vereint sein.”
Der Präsidentschaftskandidat der oppositionellen “Bewegung für den demokratischen Wandel” (MDC), Morgan Tsvangirai, hatte die erste Wahl Ende März laut frühen Hochrechnungen gegen Mugabe gewonnen. Das offizielle Ergebnis machte hingegen eine Stichwahl erforderlich. Mugabes Partei ZANU-PF ging daraufhin mit Gewalt gegen Anhänger der MDC vor, weshalb Tsvangirai schliesslich auf seine Kandidatur verzichtete. Nach Angaben seiner Partei wurden seit März 113 MDC-Mitglieder getötet, 5.000 gelten als vermisst. Mehr als 200.000 Menschen sollen vertrieben worden sein.
Zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Erklärung gehören die drei wichtigsten Kirchenverbände des Landes, die Evangelische Allianz von Simbabwe (EFZ), die Katholische Bischofskonferenz von Simbabwe (CZBC) und der Kirchenrat von Simbabwe (ZCC).
Von den rund 15,5 Millionen Einwohnern Simbabwes sind zwischen 40 und 50 Prozent Christen (Protestanten, einschliesslich Adventisten, Anglikaner und Methodisten; römische Katholiken sowie unabhängige afrikanische Kirchen). Daneben gibt es kleinere Minderheiten von Muslimen, Juden und Anhänger von indigenen Religionen.
]]>In einem am Dienstag in Genf veröffentlichten Brief ersuchen der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und der Christliche Studentenweltbund (WSCF) die drei internationalen Einrichtungen, “den humanitären Bedürfnissen des simbabwischen Volkes, seiner freien Religionsausübung, der Destabilisierung der politischen Situation und der Dringlichkeit einer Beendigung der Menschenrechtsverletzungen höchste Aufmerksamkeit” zu schenken.
In dem gemeinsamen Brief wird eine “internationale Intervention” zur Verteilung von Nahrungsmittelhilfen gefordert, da die Menschen “in einigen Gebieten Simbabwes akut von Hungersnot bedroht” sind. Ferner wird die Notwendigkeit einer politischen Lösung unterstrichen, die “unter Umständen eine Verschiebung der Wahl erforderlich macht”. Zudem sei es wichtig, dass die Gewalttäter vor Gericht zur Verantwortung gezogen würden. “Es darf keine Straffreiheit geben”, heißt es in dem Brief.
“Wir haben von unseren Brüdern und Schwestern in Simbabwe erfahren, dass einige Kirchen daran gehindert werden, Gottesdienste abzuhalten, während Gottesdienstbesucher in anderen Fällen mit Gewalt auseinandergetrieben wurden. Diese Zustände, die in den Medien auf wenig Interesse stoßen, sind inakzeptabel und erfordern dringend die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft”, wird in dem von ÖRK-Generalsekretär Samuel Kobia und WSCF-Generalsekretär Michael Wallace unterzeichneten Brief betont.
Ferner wird darauf verwiesen, dass die internationale Gemeinschaft “in Extremsituationen die Pflicht hat […], im Interesse und zum Schutz der Menschen in die internen Angelegenheiten eines Staates einzugreifen”, ein Prinzip, das als “Schutzpflicht” bekannt ist.
]]>Der Tag des Gebets für Simbabwe wurde von simbabwischen Christinnen und Christen initiiert und findet kurz vor der Stichwahl um das Präsidentenamt statt, die am Freitag, 27. Juni, abgehalten werden soll.
“Die Bedeutung dieser Wahl – ihr fairer Ablauf, ihr Ergebnis und ihre Nachwirkungen – kann gar nicht hoch genug bewertet werden”, erklärt der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfarrer Dr. Samuel Kobia, in einem Schreiben an die Mitgliedskirchen des ÖRK. Weiter heißt es dort: “Die kommenden Wochen stellen die Bevölkerung Simbabwes und die Welt vor die Herausforderung, Mittel und Wege zu finden, wie Gewalt in der Ausübung von Demokratie überwunden werden kann. Was geschieht, wird sich auswirken auf die Zukunft dieses Landes und der Region.”
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