Im Rahmen des Engagements der Schweizer Kirchen für die Fussball-Europameisterschaft setzen die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz, die Evangelische Allianz Basel, die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Stadt mit dem Gottesdienst am Vorabend des Eröffnungsspiels einen besonderen Akzent.
Der Gottesdienst für Jung und Alt steht unter dem Motto “Leben, mehr als 90 Minuten”. Die “Trialogpredigt” halten Claudia Haslebacher von der evangelisch-methodistischen, Hermann Wey von der katholischen und Bruno Waldvogel-Frei von der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. Nach der Predigt werden persönliche Gebetsanliegen an Ballonen in den Himmel steigen.
Als “Special Guests” erwarten die Organisatoren Gäste aus der Welt des Fussballs. Das Grusswort spricht der Basler Regierungsrat Christoph Eymann. Für die musikalischen und tänzerischen Darbietungen sorgen die “RegioPraiseNight-Band” und die Tanzgruppe “roundabout”.
Anschliessend an den Gottesdienst bestehe genügend Zeit, um zu Fuss zur offiziellen Basler “Euro 08″-Eröffnungsfeier auf das Kasernenareal in Kleinbasel zu gehen, so die Veranstalter.
]]>Vom 28. Dezember 2007 bis zum 1. Januar 2008 waren rund 40 000 junge Menschen aus ganz Europa und von anderen Kontinenten bei Kirchengemeinden und Familien in Genf und Umgebung (Schweiz und Frankreich) zu Gast.
Auf dieser Etappe des “Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde” führten die jungen Erwachsenen Gespräche miteinander, sie meditierten, sangen und beteten und konnten an einem intensiven Programm teilnehmen, für die das Ökumenische Zentrum und die dort angesiedelten ökumenischen Organisationen Gastgeber waren.
]]>Die neue Generalsekretärin stammt aus Berg (TG). Sie ist als dipl. Religionspädagogin und Fachjournalistin sowie als Dozentin für interkulturelle Themen tätig.
In einer Zeit grosser gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche möchte Faschon, nach eigenen Angaben, dazu beitragen, dass die Kirche stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werde. Sie wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass die in der Schweiz vertretenen Kirchen in Zukunft aus dem Gemeinsamen heraus handeln und als eine Stimme in der Öffentlichkeit gehört werden. Die Verschiedenheit der Kirchen betrachte sie als einen Reichtum: “Ich bin überzeugt, dass die Kirchen ernster genommen werden, wenn sie sich auf das Gemeinsame besinnen und mit einer Stimme in der Öffentlichkeit auftreten“, so Faschon.
Faschon gehört europaweit zu den wenigen römisch-katholischen Frauen, die einem nationalen Kirchenrat als Generalsekretärin vorsteht. Auch der “Rat der Kirchen in den Niederlanden” hat mit Pfarrerin Ineke Bakker seit zwölf Jahren eine Frau als Generalsekretärin. Die Theologin Ineke Bakker wird allerdings den Rat im Oktober verlassen, um die Leitung der holländischen Stiftung Oikos, einer ökumenische Nichtregierungsorganisation, zu übernehmen. Im Nachbarland Österreich amtierte die katholische Oberin und Professorin Christine Gleixner vom Januar 2000 bis Ende Dezember 2005 als Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ). Zuvor war die Ordensfrau von 1996 bis 1999 stellvertretende Vorsitzende des ÖRKÖ.
Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz ist vor über dreissig Jahren mit dem Ziel gegründet worden, die Zusammenarbeit zwischen den christlichen Kirchen zu fördern. Ihr gehören zurzeit zehn Kirchen und kirchliche Organisationen an. Präsident der AGCK-CH ist derzeit der reformierte Pfarrer Ruedi Heinzer (Spiez).
Weitere Informationen: http://www.agck.ch/
]]>Die EÖV3 wird von der “Konferenz Europäischer Kirchen” (KEK) und dem “Rat der Europäischen Bischofskonferenzen” (CCEE) veranstaltet und steht unter dem Motto “Das Licht Christi scheint über allen. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa”. An der EÖV3 nehmen etwa 2.100 Delegierte aus den Kirchen der KEK und CCEE teil. Hinzu kommen weitere 400 Gäste, Mitarbeiter und Medienvertreter.
Der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) kommt nach eigenen Angaben eine wichtige Funktion als Koordinationsgremium für die gesamte Schweizer Delegation zu. In Sibiu sollen Anliegen eingebracht, die am 10. März anlässlich eines Schweizer Vorbereitungstreffens mit 200 Teilnehmern in Lausanne diskutiert und erarbeitet wurden. Seit Januar 2006 haben europaweit über 50 nationale und regionale ökumenische Treffen stattgefunden, deren Ergebnisse in die Beratungen der EÖV3 einfliessen sollen. An der Versammlung in Sibiu stehen neun Themenbereichen zur Diskussion: Einheit (unter den Kirchen), Spiritualität, Zeugnis, Europa, Migration, Religionen, Schöpfung, Friede und Gerechtigkeit.
Unter dem Versammlungsmotto “Das Licht Christi scheint über allen” sollen die Beiträge der Teilnehmerkirchen für das Zusammenwachsen Europas in die Öffentlichkeit getragen und der gemeinsame Glaube gefeiert werden. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz ruft deshalb die Christen im Lande auf, die Delegierten aus der Schweiz sowie die Versammlung mit ihrem Gebet zu begleiten.
Statt Versammlung der Basisbewegung jetzt Spitzentreffen der Kirchenfürsten?
Der Präsident der AGCK-CH, Pfarrer Ruedi Heinzer, wies jetzt darauf hin, dass das Treffen in Sibiu anders sein wird als die Versammlungen von Basel (1989) und Graz (1997): “Sibiu wird ein Treffen der Kirchenleitungen sein; eine Basisbewegung hat buchstäblich nicht Platz.” Dies sei schade, “denn Kirchenleitungen müssten im direkten Gespräch merken, dass die gegenwärtige Profilneurose nicht ist, was die Ortsgemeinden brauchen. Sie brauchen öffentliche Entscheide zur gegenseitigen vollen Anerkennung als Kirchen und konkrete Massnahmen zum Abbau der Hecken und Zäune“, so Heinzer.
Der reformierte Pfarrer teilt dabei die Meinung des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, der anlässlich eines Vorbereitungstreffens zur EÖV3 in Wittenberg zu bedenken gab: “Mir scheint, die Ökumene braucht neuen Schwung. Liebe Theologen, ich weiss, Sie haben Ihre Gründe für die Unterschiede. Jahrhunderte lang getrennte theologische und glaubenspraktische Entwicklung lässt sich nicht einfach aufheben. Dennoch: In den Gemeinden bleibt der Wunsch nach mehr Gemeinschaft, nach grösserer Annäherung.”
Nach Meinung von Bischof Dr. Gerhard Feige, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die EÖV3, lässt sich die Einheit der Christen “nicht ‚von unten’ organisieren, sondern muss sich “von oben’ einsenken. Ohne Gebet, gegenseitiges Verzeihen, persönliche Bekehrung, demütigen Dienst und selbstlose Liebe würde ökumenischem Engagement die Mitte fehlen,” so Feige. Das gemeinsame Gebet und das Erleben der unterschiedlichen Frömmigkeitsformen der römisch-katholischen Kirche, des Protestantismus und der Orthodoxie gehören zu den grundlegenden Elementen dieses EÖV3-Prozesses.
Römischer Alleinvertretungsanspruch brüskiert Ökumene
Auf der Versammlung in Sibiu, der Schnittstelle Europas zwischen Katholizismus, Orthodoxie und Reformation wird der Alleinvertretungsanspruch der römisch-katholischen Kirche im Christentum, wie er jetzt in einem “Antworten-Katalog” der vatikanischen Glaubenskongregation “auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche” zementiert wurde, sicherlich konkrete Auswirkungen zeigen.
Von einem solchen Papier gehe ein falsches Signal aus, erklärte Pfarrer Thomas Wipf. Der reformierte Theologe ist neben seinem Engagement als AGCK-Präsidiumsmitglied auch Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) und Präsident des Dachverbands “Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa” (GEKE).
“Die Herausforderungen dieser Welt schreien förmlich danach, dass die Kirchen zusammenarbeiten. Gemeinschaft ist kein hehres Ziel, sondern unsere Aufgabe. Klarheit in der Lehre ist eminent wichtig – aber Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst ist das, was die Welt von uns erwartet“, erklärte Wipf.
Wipf wörtlich: “Ökumenisch so weitreichende Aussagen bedürfen einer stärkeren argumentativen Grundlage.” Dem Selbstverständnis der römisch-katholischen Kirche könne zudem vom evangelischen Verständnis her nicht zugestimmt werden. Die Reformation habe den Blick auf die ursprünglichen Kennzeichen der Kirche gelenkt. Diese seien die reine Predigt des Evangeliums und die rechte Verwaltung der Sakramente. Wipf wörtlich: “Das – und nicht mehr – braucht es, um als authentischer Ausdruck der einen Kirche Jesu Christi gelten zu können”. Die Gleichsetzung einer verfassten Kirche mit der geglaubten Kirche Jesu Christi sei aus evangelischer Sicht undenkbar. “Alles Äusserliche ist fehlbar, also auch die evangelische und die römisch-katholische Kirche”, so Wipf in einer Stellungnahme als weiter.
]]>Der am Liceo di Lugano 2 studierende Tessiner Schüler C.B. , dessen religiöse Überzeugung als adventistischer Christ der Schulleitung bekannt war, wurde aufgeboten, die Maturitätsprüfungen an den sonst unterrichtsfreien Samstagen vom 2., 9. und 16. Juni abzulegen. Bekanntlich ist es Schülerinnen und Schülern strenggläubiger Juden und Adventisten aus Gewissensgründen nicht möglich an ihrem Ruhetag, dem Samstag (Sabbat), an Unterrichtsstunden oder Prüfungen teilzunehmen. Der Schüler hatte am 19. März die Direktion des Lyzeums gebeten, ihn von der Teilnahme an den Prüfungs-Samstagen zu dispensieren, und ihm mit einer individuellen Lösung für einen alternativen Nachprüfungstermin an einem anderen Wochentag behilflich zu sein. Die Direktion des Lyzeums hatte den Antrag am 30. März nicht nur abgelehnt, sondern ihn erneut zu den schriftlichen Maturaprüfungen an den drei Juni-Samstagen aufgefordert.
Am 11. April hat die Familie des Schülers einen Rekurs gegen den Entscheid des Luganeser Lyzeums 2 vom 30. März an das Departement für Erziehung, Kultur und Sport gerichtet. Der Departementsvorsteher, FDP-Regierungsrat Gabriele Gendotti, bestätigte mit Schreiben vom 7. Mai die ablehnende Haltung der Luganeser Schuldirektion. In ihrer Verzweiflung, ausgelöst durch den starken psychischen Druck auf den Schüler durch eine Nichtteilnahme an der Prüfung einen Schulzeitverlust zu erleiden, wandte sich die Familie mittels einem Tessiner Rechtsanwalt am 23. Mai – zehn Tage vor dem Prüfungstermin – in einem weiteren Rekurs an den Tessiner Staatsrat. Dieser hat nach Meinung des Anwalts mit “sehr umstrittenen Argumenten” das Rekursbegehren am 30. Mai endgültig und ohne Kostenfolge abgelehnt. Inzwischen wurde der Fall dem Bundesgericht in Lausanne zur Überprüfung vorgelegt.
Die Schuldispens für jüdische und adventistische Studierende an Schweizer Schuleinrichtungen hatte in den letzten Jahren keine Probleme aufgeworfen. Trotzdem hatte die Schweizer Hochschulkonferenz (EDK) im letzten Jahr vorsorglich die Konferenz schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren KSGG) noch einmal darauf hingewiesen, dass “die Gymnasien auf religiöse Feiertage im Allgemeinen und auf den Sabbat im Besonderen grundsätzlich Rücksicht nehmen und deshalb Prüfungen oder anderweitige obligatorische Veranstaltungen an solchen Tagen die Ausnahme bilden sollten.” Die EDK hatte die Mitglieder der KSGG gebeten, auf religiöse Feiertage Rücksicht zu nehmen bzw. für individuelle Lösungen bei der Festlegung von Prüfungsterminen offen zu sein.
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