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	<title>Ökumene-Nachrichten &#187; Israel</title>
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	<description>Ökumenische Nachrichten und Berichte über Kirche, Christsein und Religion</description>
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		<title>&#214;RK ruft zu Gebeten und Lobbyarbeit f&#252;r Frieden im Gazastreifen auf</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 13:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oekumene-Nachrichten.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
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		<description><![CDATA[GENF &#8211; (&#214;RK) Der &#214;kumenische Rat der Kirchen (&#214;RK) fordert erneut einen Waffenstillstand im Gazastreifen und ruft die Christinnen und Christen in der Welt auf f&#252;r Frieden zu beten und sich durch ihre Regierungen f&#252;r einen gerechten Frieden in Israel und Pal&#228;stina einzusetzen.
In einer Botschaft an die &#214;RK-Mitgliedskirchen im Nahen Osten, die auch an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>GENF &#8211; (&#214;RK) Der &#214;kumenische Rat der Kirchen (&#214;RK) fordert erneut einen Waffenstillstand im Gazastreifen und ruft die Christinnen und Christen in der Welt auf f&#252;r Frieden zu beten und sich durch ihre Regierungen f&#252;r einen gerechten Frieden in Israel und Pal&#228;stina einzusetzen.</p>
<p>In einer Botschaft an die &#214;RK-Mitgliedskirchen im Nahen Osten, die auch an die anderen Mitgliedskirchen weltweit gesandt wurde, rief der &#214;RK-Generalsekret&#228;r Dr. Samuel Kobia am 7. Januar &#8220;alle Christinnen und Christen in der Welt auf, f&#252;r Frieden zu beten und, wann immer m&#246;glich, ihre Regierungen aufzufordern und zu ermutigen, sich f&#252;r die &#220;berwindung der Feindschaft und f&#252;r Vers&#246;hnung einzusetzen.&#8221;<span id="more-141"></span></p>
<p>Kobia forderte erneut das Ende der Feindseligkeiten und neue Verhandlungen f&#252;r ein Abkommen, durch das ein gerechter und dauerhafter Frieden f&#252;r beide Seiten, Pal&#228;stinenser und Israelis, gesichert wird.</p>
<p>Ein solches Friedensabkommen m&#252;sse &#8220;die Wiederherstellung der Waffenruhe auf beiden Seiten der Grenze und eine schnellere Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens&#8221; vorsehen und die &#8220;Achtung des V&#246;lkerrechts in Bezug auf Menschenrechte, humanit&#228;re Hilfe und den Schutz der Zivilbev&#246;lkerung in Krisengebieten seitens der Beh&#246;rden&#8221; beinhalten.</p>
<p>Die Botschaft des &#214;RK-Generalsekret&#228;rs ist die Antwort auf die Aufrufe und Sorgen der Patriarchen und Oberh&#228;upter der Kirchen in Jerusalem bez&#252;glich der aktuellen Situation im Gazastreifen.</p>
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		<title>Besuch des &#214;RK-Generalsekret&#228;rs in Pal&#228;stina/Israel</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 12:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oekumene-Nachrichten.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[ÖRK]]></category>

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		<description><![CDATA[ISRAEL &#8211; Der Generalsekret&#228;r des &#214;kumenischen Rates der Kirchen (&#214;RK), Pfr. Dr. Samuel Kobia, wird vom 21. bis 26. Juni Mitgliedskirchen und christliche Gemeinden in den besetzten pal&#228;stinensischen Gebieten und in Israel besuchen. Mit dem Besuch, der direkt nach der Er&#246;ffnung des vom &#214;RK unterst&#252;tzten &#214;kumenischen Pal&#228;stina/Israel-Forum in Amman, Jordanien, stattfindet (siehe &#214;RK-Pressemitteilung vom 12. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ISRAEL &#8211; Der Generalsekret&#228;r des &#214;kumenischen Rates der Kirchen (&#214;RK), Pfr. Dr. Samuel Kobia, wird vom 21. bis 26. Juni Mitgliedskirchen und christliche Gemeinden in den besetzten pal&#228;stinensischen Gebieten und in Israel besuchen. Mit dem Besuch, der direkt nach der Er&#246;ffnung des vom &#214;RK unterst&#252;tzten &#214;kumenischen Pal&#228;stina/Israel-Forum in Amman, Jordanien, stattfindet (siehe &#214;RK-Pressemitteilung vom 12. Juni), soll die weltweite Solidarit&#228;t der Kirchen mit den Kirchen im heiligen Land zum Ausdruck gebracht werden und ausserdem unsere Sorge um die Zukunft der beiden vom israelisch-pal&#228;stinensischen Konflikt betroffenen V&#246;lker &#252;bermittelt werden.</p>
<p>&#8220;Die Mitgliedskirchen des &#214;RK glauben, dass christliche Gemeinschaften im Heiligen Land ein historischer und wesentlicher Bestandteil der Region sind und dass ihre Zukunft und ihr Wohl mit der Zukunft und dem Wohl von Muslimen und Juden verbunden ist,&#8221; sagt Kobia.<br />
<span id="more-68"></span><br />
Kobia wird mit den Oberh&#228;uptern der Kirchen in Jerusalem zusammen treffen, in der dortigen St. Georgskathedrale predigen und einige biblische St&#228;tten in der N&#228;he von Jerusalem und Galil&#228;a besuchen.</p>
<p>Treffen mit den wichtigsten Rabbinaten Israels, dem H&#246;heren Islamischen Rat und dem Mufti von Jerusalem und Pal&#228;stina sind geplant, ebenso wie hochrangige Begegnungen sowohl mit der israelischen Regierung als auch mit der pal&#228;stinensischen Beh&#246;rde.</p>
<p>Der &#214;RK-Generalsekret&#228;r wird Yad Vashem besuchen, eine Erinnerungsst&#228;tte an die sechs Millionen j&#252;dischen Opfer des Holocaust, und die Westliche Mauer, ein &#220;berrest des j&#252;dischen zweiten Tempels. Kobia wird an einem Gottesdienst in der Synagoge und an einer Sabbat-Mahlzeit teilnehmen.</p>
<p>Auch ein Besuch der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem steht auf dem Programm. Zu der Reise geh&#246;ren direkte Kontakte &#8211; unter anderem in pal&#228;stinensischen St&#228;dten und Fl&#252;chtlingslagern am Westufer &#8211; mit den N&#246;ten der Pal&#228;stinenser, die durch die israelische Besetzung ihrer Gebiete verursacht werden.</p>
<p>Kobia wird mit Freiwilligen zusammen treffen, die im &#214;kumenischen Begleitprogramm in Pal&#228;stina und Israel (EAPPI) arbeiten und ihre t&#228;gliche Arbeit mit Fl&#252;chtlingen, israelischen Friedensgruppen und an den &#220;bergangspunkten in der Trennungsgrenze kennen lernen.</p>
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		<title>Weltweite Aktionswoche der Kirchen f&#252;r einen gerechten Frieden in Pal&#228;stina und Israel</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jun 2007 19:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oekumene-Nachrichten.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[(&#214;RK) &#8211; Nach 40 Jahren Besetzung ist Frieden in Pal&#228;stina und Israel dringend notwendig. Um dies zu unterstreichen, veranstalten der &#214;kumenische Rat der Kirchen sowie Mitgliedskirchen und kirchliche Organisationen anl&#228;sslich des diesj&#228;hrigen Jahrestag des Krieges zwischen Arabern und Israelis im Jahre 1967 vom 3.-9. Juni 2007 eine Woche mit Gebeten, Seminaren und F&#252;rsprachearbeit. Damit wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(&#214;RK) &#8211; Nach 40 Jahren Besetzung ist Frieden in Pal&#228;stina und Israel dringend notwendig. Um dies zu unterstreichen, veranstalten der &#214;kumenische Rat der Kirchen sowie Mitgliedskirchen und kirchliche Organisationen anl&#228;sslich des diesj&#228;hrigen Jahrestag des Krieges zwischen Arabern und Israelis im Jahre 1967 vom 3.-9. Juni 2007 eine Woche mit Gebeten, Seminaren und F&#252;rsprachearbeit. Damit wollen sie das Bewusstsein in Kirchen und in der Zivilgesellschaft sch&#228;rfen und den Regierungen die Notwendigkeit neuer Bem&#252;hungen vor Augen halten, den Konflikt zu beenden und eine gerechte L&#246;sung auszuhandeln.</p>
<p>Teilnehmende von Australien bis Schweden, von Kanada bis S&#252;dafrika veranstalten Friedensm&#228;rsche, werden bei ihren Regierungen vorstellig oder halten &#246;ffentliche Foren ab. Zum Auftakt der Woche findet am Sonntag, dem 3. Juni, in Jerusalem ein &#246;kumenischer Gottesdienst statt.<br />
<span id="more-62"></span><br />
Kirchliche Gruppen in den USA werden sich &#246;ffentlichen Demonstrationen anschlie&#223;en. Pax Christi und die r&#246;misch-katholische Kirche entsenden gemeinsame Delegationen nach Br&#252;ssel und in andere europ&#228;ische Hauptst&#228;dte zu Gespr&#228;chen mit der Europ&#228;ischen Union und Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten. Der s&#252;dafrikanische Rundfunk ist gebeten worden, Talkshows mit &#246;kumenischen Begleitpersonen auszustrahlen, die als Freiwillige im Namen des &#214;RK Menschen, die von der Besetzung betroffen sind, zur Seite gestanden haben. In Sydney wird im Anschluss an eine interreligi&#246;se Gebetsfeier zusammen mit der dortigen pal&#228;stinensischen Gemeinschaft ein &#214;lbaum gepflanzt. Bei den meisten Veranstaltungen der Woche sind alle Glaubensgemeinschaften willkommen.</p>
<p>An einigen Orten, speziell in den nordischen L&#228;ndern, sind kirchliche Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Frieden im Nahen Osten an der Tagesordnung. Andere Kirchen beteiligen sich zu diesem Thema erstmals im Rahmen dieser &#214;RK-Initiative.</p>
<p>Die Initiative tr&#228;gt den Titel &#8220;Weltweite Aktionswoche der Kirchen f&#252;r Frieden in Pal&#228;stina und Israel, 3.-9. Juni 2007&#8243;.</p>
<p>Dem &#214;RK sind bereits Veranstaltungen in 14 L&#228;ndern bekannt, und es treffen weiter Informationen aus den mehr als 100 L&#228;ndern ein, die die Mitgliedschaft des &#214;RK und von Pax Christi sowie des Lutherischen Weltbundes ausmachen, der die Initiative ebenfalls unterst&#252;tzt.</p>
<p>Die bei der &#246;kumenischen Feier in Jerusalem verwendeten Gebete und Lesungen sind weltweit verteilt worden und auf breites Interesse gesto&#223;en. Auf den Philippinen, in den Niederlanden und in verschiedenen Gemeinden in Australien, um nur diese Beispiele zu nennen, werden die Gottesdienste, die diese Liturgie verwenden und die zeitgleich mit der Feier in Jerusalem stattfinden, vermutlich gut besucht sein. Viele sehen darin eine besondere Form der Solidarit&#228;t mit den Menschen, die nun im 40. Jahr in einem besetzten Land leben.</p>
<p>Anstrengungen f&#252;r den Frieden zwischen Israel und Pal&#228;stina stehen seit 1948 immer wieder auf der Tagesordnung der Leitungsorgane des &#214;RK, und die Bedeutung dieses Anliegens f&#252;r die Mitgliedskirchen hat mit dem Fortbestehen des Konflikts eher noch zugenommen.</p>
<p>Weitere Informationen zu nationalen Veranstaltungen im Rahmen der Initiative &#8220;Weltweite Aktionswoche der Kirchen f&#252;r Frieden in Pal&#228;stina und Israel, 3.-9. Juni 2007&#8243;, so wie andere Dokumente, finden Sie (auf Englisch) unter:</p>
<p><a href="http://www.oikoumene.org/index.php ">www.oikoumene.org/index.php </a></p>
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		<title>Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland besucht die Gedenkst&#228;tte Yad Vashem</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2007 11:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oekumene-Nachrichten.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evangelisch]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[JERUSALEM &#8211; Am ersten Tag seiner Reise ins Heilige Land hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Gedenkst&#228;tte Yad Vashem besucht. Nachfolgend der Wortlaut des Gru&#223;wortes, das der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, bei dieser Gelegenheit sprach:
&#8220;Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland unternimmt eine Begegnungsreise durch das Heilige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>JERUSALEM &#8211; Am ersten Tag seiner Reise ins Heilige Land hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Gedenkst&#228;tte Yad Vashem besucht. Nachfolgend der Wortlaut des Gru&#223;wortes, das der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, bei dieser Gelegenheit sprach:</p>
<p>&#8220;Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland unternimmt eine Begegnungsreise durch das Heilige Land. Das geschieht in dieser Form zum ersten Mal. Wir werden viele Menschen treffen, alte Kontakte auffrischen, neue Begegnungen erleben, wir werden von Schwierigkeiten der christlichen Kirchen h&#246;ren, aber auch Kl&#228;rungen und Fortschritte der Verst&#228;ndigung feiern k&#246;nnen. Aber der Morgen des ersten Tages unserer Reise f&#252;hrt uns – nach der freundlichen Begr&#252;&#223;ung gestern Abend durch den deutschen Botschafter, den Propst und die deutsche evangelische Gemeinde – zuerst hierher, nach Yad Vashem, an den Ort der Erinnerung und der Mahnung.<br />
<span id="more-22"></span><br />
Diese Gedenkst&#228;tte ist f&#252;r mich pers&#246;nlich bei jedem Besuch in Jerusalem ein wichtiges Ziel. Heute ist Yad Vashem f&#252;r den gesamten Rat der EKD und alle, die mit uns gekommen sind, gleichsam unser Tor nach Israel, und das aus Gr&#252;nden, die f&#252;r uns unumg&#228;nglich sind. Wir wollen die St&#228;tten des Heils hier in Jerusalem und im Heiligen Land nicht betreten, ohne zuvor die St&#228;tte der Erinnerung an das Unheil der Shoah aufzusuchen und unsere Herzen f&#252;r diese Erinnerung zu &#246;ffnen. Als Delegation aus Deutschland wollen wir unseren Weg durch Israel hier beginnen, in Achtung und Respekt vor den Opfern von Willk&#252;r, Grausamkeit und t&#246;tender Gewalt, ver&#252;bt durch das nationalsozialistische Deutschland.  In Demut und Besch&#228;mung beugen wir uns vor dem unendlichen Leid, das von Deutschen, auch von Christen in Deutschland ausgegangen ist, und das in dieser Gedenkst&#228;tte Gesicht und Namen, Anschauung und Konkretion erh&#228;lt. Hier in Yad Vashem bekennen wir uns dazu, dass uns das Einmalige und Unvergleichliche dieses Geschehens bewusst ist. Miteinander wollen wir unseren Glauben und unsere Kraft daf&#252;r einsetzen, dass sich etwas Derartiges nie wiederholt. Miteinander treten wir auch klar und entschieden denjenigen entgegen, die den V&#246;lkermord am europ&#228;ischen Judentum leugnen wollen oder sich der politischen Verantwortung verweigern, die daraus folgt.</p>
<p>Wir wollen am Beginn unseres Besuchs in Israel ankn&#252;pfen an die ber&#252;hmten S&#228;tze, die der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland im Oktober 1945 in seinem Stuttgarter Schuldbekenntnis formuliert hat, als er sich dazu bekannte, dass auch durch uns &#8220;unendliches Leid &#252;ber viele V&#246;lker und L&#228;nder gebracht worden&#8221; ist und dass wir in den finsteren Zeiten der nationalsozialistischen Herrschaft &#8220;nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fr&#246;hlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben&#8221;. Erst Jahre sp&#228;ter wurde das &#8220;Schuldbekenntnis der Kirche&#8221; bekannt, das Dietrich Bonhoeffer bereits im Jahr 1940 formuliert hatte und in dem es hei&#223;t: &#8220;Die Kirche bekennt, die willk&#252;rliche Anwendung brutaler Gewalt, das leibliche und seelische Leiden unz&#228;hliger Unschuldiger, Unterdr&#252;ckung, Hass, Mord gesehen zu haben, ohne ihre Stimme f&#252;r sie zu erheben, ohne Wege gefunden zu haben, ihnen zu Hilfe zu eilen. Sie ist schuldig geworden am Leben der Schw&#228;chsten und Wehrlosesten Br&#252;der Jesu Christi&#8221;. &#8220;Br&#252;der Jesu Christi&#8221; hatte Bonhoeffer sp&#228;ter in seinem Manuskript ausdr&#252;cklich hinzugesetzt. Er wollte damit den Bezug auf die Juden deutlich machen und die kirchliche Schuld an der Shoah zur Sprache bringen. Heute machen wir das zu unserem eigenen Bekenntnis.  </p>
<p>Denn erst diese Wahrhaftigkeit l&#228;sst aus der Erinnerung Orientierung f&#252;r die Gegenwart erwachsen. Es sind doch nicht abstrakte Zahlen von Juden, die im Dritten Reich um ihr Leben gebracht wurden, sondern es sind V&#228;ter und M&#252;tter, Kinder und Geschwister, es sind Schneider und &#196;rzte, Hausfrauen und Musiker, die in den Tod getrieben wurden. Man muss die einzelnen Gesichter, die pers&#246;nlichen Biographien erinnern, um den Abgrund zu sp&#252;ren, an den uns diese Gedenkst&#228;tte f&#252;hrt. Erst die Wahrheit und die W&#252;rde eines jeden einzelnen Lebens macht die Erinnerung konkret, erst die Wucht eines nachvollzogenen individuellen Schicksals kann zur Orientierung werden f&#252;r die Verantwortung und die Aufgabe, die wir auch in die n&#228;chste und &#252;bern&#228;chste Generation zu tragen haben, wenn die Zeitzeugen und &#220;berlebenden nicht mehr unter uns sind.</p>
<p>Ich komme auch als Berliner Bischof hierher nach Yad Vashem. Ich komme aus der Stadt, von der das Unheil ausging. In Berlin fand die uns&#228;gliche Wannseekonferenz statt; hier lebten Menschen wie Hitler und Himmler, Heydrich und Eichmann. Aber zugleich verbinde ich mit Berlin auch die Erinnerung an die Synode der EKD in Wei&#223;ensee, bei der im Jahr 1950 zum ersten Mal namens der evangelischen Kirche die Schuld an der Verfolgung der Juden in Europa ausdr&#252;cklich benannt und eingestanden wurde. Die Synode erkl&#228;rte ihre Bereitschaft, angesichts dieser Schuldgeschichte neu und anders &#252;ber das j&#252;dische Volk, &#252;ber unseren in diesem Volk geborenen Erl&#246;ser Jesus Christus und &#252;ber den christlichen Antijudaismus nachzusinnen. Die evangelischen Kirchen in Deutschland haben seither viele wichtige Schritte unternommen, um den Ungeist antij&#252;dischen Denkens aus unseren Gebeten und Liedern, aus unserem Glauben und unserer Theologie zu tilgen. Immer wieder haben sich einzelne Landeskirchen, aber auch die EKD als ganze unzweideutig gegen alle Formen des Antisemitismus ausgesprochen.</p>
<p>Aber diese Aufgabe begleitet uns auch in die Zukunft: Das immer wieder neue Aufflackern von Antisemitismus in Deutschland besch&#228;mt uns. Wir treten als Kirchen deutlich dagegen ein, in gro&#223;er Solidarit&#228;t mit den j&#252;dischen Gemeinden und dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Damit diese Verpflichtung gegenw&#228;rtig bleibt, m&#252;ssen auch unsere Kinder und Kindeskinder wissen, welche Verantwortung auf unser aller Schultern liegt. Die Wahrhaftigkeit in der Begegnung mit unserer Geschichte ist der einzige Weg in die Zukunft, um aus Erinnerung Orientierung werden zu lassen. Auch in Zukunft stellt sich die evangelische Kirche ihrer historischen Verantwortung, sie wird der erinnernden Wahrheit auch weiterhin die Ehre geben. Sie wird deshalb an der tiefen Solidarit&#228;t mit Israel festhalten und sich an dem M&#252;hen um Gerechtigkeit und Frieden nach Kr&#228;ften beteiligen. Dabei vertrauen wir auf den HERRN, der will, &#8220;dass G&#252;te und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Frieden sich k&#252;ssen, dass Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue&#8221; (Psalm 85, 11 f.).&#8221;</p>
<p><em><a href="http://www.ekd.de/presse/pm76_2007_yad_vashem.html">(EKD)</a></em></p>
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		<title>Michael-Sattler-Friedenspreis 2007 geht an ein Projekt in Pal&#228;stina</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2007 17:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oekumene-Nachrichten.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Mennoniten]]></category>

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		<description><![CDATA[ROTTENBURG &#8211; Der Michael-Sattler-Friedenspreis geht 2007 an das Projekt „Zelt der V&#246;lker &#8211; Menschen bauen Br&#252;cken&#8221; in Pal&#228;stina. Mit dem Preis w&#252;rdigt das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee (DMFK) den kreativen und gewaltfreien Einsatz der christlich pal&#228;stinensischen Familie Nassar gegen illegale Landnahme. Der Preis wird am 20.5.07 gegen Abend in Rottenburg/Neckar verliehen. Unterst&#252;tzt wird die Preisverleihung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ROTTENBURG &#8211; Der Michael-Sattler-Friedenspreis geht 2007 an das Projekt „Zelt der V&#246;lker &#8211; Menschen bauen Br&#252;cken&#8221; in Pal&#228;stina. Mit dem Preis w&#252;rdigt das Deutsche Mennonitische Friedenskomitee (<a href="http://www.dmfk.de">DMFK</a>) den kreativen und gewaltfreien Einsatz der christlich pal&#228;stinensischen Familie Nassar gegen illegale Landnahme. Der Preis wird am 20.5.07 gegen Abend in Rottenburg/Neckar verliehen. Unterst&#252;tzt wird die Preisverleihung von der &#246;rtlichen Evangelischen und Katholischen Kirche, sowie von der Stadt Rottenburg.</p>
<p>Im Nahostkonflikt spielen Land und Besitzanspr&#252;che darauf eine besondere Rolle. Wem geh&#246;rt das Land? Das Recht der Nassars auf ihr Land auf einem H&#252;gel s&#252;dlich von Bethlehem ist durch Papiere aller M&#228;chte, die Pal&#228;stina seit hundert Jahren beherrschten, verbrieft. Sie haben osmanische, britische, jordanische und israelische Papiere. Dennoch erheben israelische Siedler Anspruch auf ihr Land.<br />
<span id="more-19"></span><br />
Familie Nassar ist st&#228;ndig auf ihrem Land pr&#228;sent und betreibt dort Landwirtschaft. In den letzten Jahren hat sie zudem ein einfaches christliches Freizeit- und Begegnungszentrum eingerichtet. Parallel vertritt die Familie seit 15 Jahren ihr Besitzrecht vor israelischen Gerichten.   </p>
<p>Die H&#252;gel ringsum sind schon von j&#252;dischen Siedlungen besetzt. Auf faszinierende Weise lebt Familie Nassar christliches Zeugnis in dieser schwierigen Situation. Den Anspruch auf ihr Land verbindet sie mit der aktiven Hoffnung, dass die gegenw&#228;rtigen Konflikte &#252;berwunden werden k&#246;nnen und Frieden in Gerechtigkeit m&#246;glich wird. &#8211; Rechtstr&#228;ger des Projekts ist das Bethlehem Bible College. </p>
<p>Daoud Nassar wird am Mennonitischen Gemeindetag in Karlsruhe 17.-20.5.07 teilnehmen und in einer Arbeitsgruppe berichten. Die Preisverleihung wird am 20.5.07 um 17 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Rottenburg/Neckar stattfinden. Anschlie&#223;end findet um 19.30 Uhr eine Andacht am Galgenbuckel beim Sattler-Gedenkstein statt.</p>
<p>Der Michael-Sattler-Friedenspreis erinnert an den T&#228;ufer Michael Sattler, der am 20.5.1527 in Rottenburg wegen seiner gewaltfreien Friedenshaltung und seines christlichen Zeugnisses verbrannt wurde. Neben Sattler wurden damals auch einige andere T&#228;ufer hingerichtet. Seine Frau wurde einige Tage danach im Neckar ertr&#228;nkt.</p>
<p>Weitere Informationen zum Projekt unter: <a href="http://www.tentofnations.org">www.tentofnations.org</a><br />
<em><a href="http://www.mennonews.de">mennonews.de</a></em></p>
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