Tveit übermittelte Papst Shenouda das Mitgefühl und die Unterstützung der ÖRK-Mitgliedskirchen in dieser für Ägypten so schwierigen Zeit. Er versicherte, die Gemeinschaft der Kirchen, die gemeinsam den ÖRK bildeten, sei im Gebet für die Koptische Orthodoxe Kirche und das ganze ägyptische Volk vereint. Der ÖRK-Generalsekretär bezeichnete das Kreuz als Symbol der Solidarität, das Christen in aller Welt miteinander teilten. „Das Kreuz erinnert uns immer wieder an das Leid im menschlichen Leben und an Christi Tod am Kreuz, aber als christliches Symbol weist es auch auf die Auferstehung, auf Versöhnung und Frieden hin“, erklärte Tveit.
In seiner Botschaft zum Weihnachtsfest, das die koptischen Christen am 7. Januar gefeiert haben, betonte Papst Shenouda die Liebe und den Frieden Gottes für alle. „Es ist ermutigend zu sehen, wie seine Botschaft sowohl Christen als auch Muslime inspiriert hat, sich gemeinsam der Gewalt und den Versuchen, das Volk zu spalten, entgegenzustellen,“ sagte Tveit, und fügte hinzu: „ Papst Shenouda zeigt, dass gut ausgeübte geistige Führerschaft gewaltigen friedensstiftenden Einfluss haben kann.“
Tveit wurde auf der Reise nach Kairo von ÖRK-Programmdirektor Pastor Dr. Hielke Wolters und von der Programmreferentin für den christlich-muslimischen Dialog Rima Barsoum begleitet.
]]>Es handelte sich um den vierten derartigen Besuch im ÖRK-Sekretariat seit der Gründung des postkonfessionellen Chinesischen Christenrates (CCC) 1980. Der letzte Besuch hatte im Jahr 2003 stattgefunden. Der CCC, der 2009 rund 19 Millionen Kirchenglieder zählte, war 1991 auf der Vollversammlung in Canberra als Mitglied im ÖRK offiziell aufgenommen und so mit der weltweiten Kirchengemeinschaft wieder vereint worden. Bei einem Runden Tisch, organisiert von der ÖRK-Kommission der Kirchen für Internationale Angelegenheiten, hielten die Delegationsmitglieder Vorträge zu drei Themen, die für Leben und Zeugnis der Kirche in China wesentlich sind – „Religionspolitik in China“, „Die Rolle der Religion bei der Förderung einer ‚harmonischen Gesellschaft’“ und „Die Rolle der Kirche im heutigen China“.
Mit Blick auf die Religionspolitik und die Beziehungen zwischen Kirche und Staat war sich die Delegation einig, dass derzeit eine „goldene Ära für die Entwicklung der Religionen in China“ angebrochen sei. Die Kirche in China wirke außerdem auf verschiedenen Wegen mit, um vor Ort eine „harmonische Gesellschaft“ zu fördern.
CCC-Generalsekretär Kan Baoping erklärte, dass religiöse Gemeinschaften allgemein und insbesondere die protestantische Kirche in den letzten 30 Jahren in China ein rasantes Wachstum erlebt hätten. Er sagte, die Überwindung konfessioneller Spaltungen sei einer der Gründe für diese Vitalität der Kirchen. Sie sei auch deshalb wichtig, weil die chinesische Kultur mehr Wert auf Gemeinsamkeiten lege als auf Unterschiede.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war laut Kan das Verständnis, dass jedes Kirchenmitglied dafür mitverantwortlich ist, das Evangelium an seine Familie und Nachbarn weiterzugeben, als Ausdruck des Priestertums aller Gläubigen. Kan sprach über Evangelisationsmethoden, die sich vom einfachen Weitersagen der guten Nachricht bis hin zu einer sichtbaren Umsetzung des Evangeliums durch Dienste an der Gesellschaft wie AIDS-Prävention oder Betreuung von Waisenkindern entwickelt hatten.
In seiner Begrüßungsansprache an die chinesische Delegation würdigte ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit die Rolle der chinesischen Christen bei der Gründung des ÖRK. Zudem erklärte er, er freue sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der neuen Führung des Chinesischen Christenrates, insbesondere im Hinblick auf die nächste ÖRK-Vollversammlung in Asien, die im Oktober 2013 in Busan, Korea, stattfinden wird.
Unter den Mitgliedern der Delegation befanden sich der Generalsekretär und der Präsident des CCC, die beide 2008 ins Amt gewählt worden waren, sowie Führungsverantwortliche der chinesischen Drei-Selbst-Bewegung. Tveit beschrieb den chinesischen Kontext als „einen der spannendsten für die Zukunft des Christentums“.
Pastorin Zhang Shuilian, Vizevorsitzende des Regionalausschusses der Provinz Hubei der Drei-Selbst-Bewegung der protestantischen Kirche, erklärte, die Christen hätten im heutigen China grundsätzlich einen guten Ruf. Dies sei auf ihr Engagement für gesellschaftliche Bedürfnisse zurückzuführen. So sammelten sie zum Beispiel Spenden für die Opfer des Erdbebens in der chinesischen Provinz Sichuan im Jahr 2008, fügte sie hinzu.
Zhan erzählte, die städtischen Kirchen verfügten oft über spezielle Programme zur Integration von Wanderarbeitern. In ländlichen Gebieten wiederum stellte das kirchliche Leben ein wesentlicher Faktor dar, um die Leerstelle im Alltag der älteren Menschen und Kinder zu füllen, die dort zurückblieben, während die anderen Familienmitglieder auf der Suche nach Arbeit in die Städte zogen.
Stabilität im Familienleben zu fördern, fügte sie hinzu, sei eine Möglichkeit für das Christentum und andere Religionen, die Maßnahmen der Regierung zu unterstützen, die darauf abzielen, eine „harmonische Gesellschaft“ aufrechtzuerhalten. Zur Erreichung dieses Ziels tragen auch solide interreligiöse Beziehungen bei.
In einer Reflexion während eines Gottesdienstes mit Mitgliedern des Mitarbeiterstabs im Ökumenischen Zentrum in Genf sagte der Präsident des CCC, Pastor Gao Feng, die Kirche sei eine „Gemeinschaft vergebender Sünder“ und fügte hinzu: „Indem wir vergeben, erfahren wir Gottes Vergebung; wenn wir lieben, können wir Gottes Liebe erfahren.“
Im Anschluss an den Runden Tisch traf sich die Delegation des CCC beim Mittagessen mit den Generalsekretären des ÖRK, des Lutherischen Weltbundes – Pastor Martin Junge – der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen – Pastor Dr. Setri Nyomi – sowie der Generalsekretärin der Christlichen Vereine junger Frauen (CVJF) Nyaradzayi Gumbonzvanda. Später am selben Tag besuchte die Delegation das Ökumenische Institut in Bossey.
]]>In einer Botschaft an die ÖRK-Mitgliedskirchen im Nahen Osten, die auch an die anderen Mitgliedskirchen weltweit gesandt wurde, rief der ÖRK-Generalsekretär Dr. Samuel Kobia am 7. Januar “alle Christinnen und Christen in der Welt auf, für Frieden zu beten und, wann immer möglich, ihre Regierungen aufzufordern und zu ermutigen, sich für die Überwindung der Feindschaft und für Versöhnung einzusetzen.”
Kobia forderte erneut das Ende der Feindseligkeiten und neue Verhandlungen für ein Abkommen, durch das ein gerechter und dauerhafter Frieden für beide Seiten, Palästinenser und Israelis, gesichert wird.
Ein solches Friedensabkommen müsse “die Wiederherstellung der Waffenruhe auf beiden Seiten der Grenze und eine schnellere Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens” vorsehen und die “Achtung des Völkerrechts in Bezug auf Menschenrechte, humanitäre Hilfe und den Schutz der Zivilbevölkerung in Krisengebieten seitens der Behörden” beinhalten.
Die Botschaft des ÖRK-Generalsekretärs ist die Antwort auf die Aufrufe und Sorgen der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem bezüglich der aktuellen Situation im Gazastreifen.
]]>Weiterhin stellt das Schreiben fest, es müssten Schritte unternommen werden, um das Verbot der Verteilung von Hilfsgütern aufzuheben, sämtlichen Formen politischer Gewalt und Einschüchterung ein Ende zu setzen und ein Umfeld zu schaffen, in dem echte Heilung und Versöhnung geschehen können.
]]>Das Land brauche nun eine Regierung der nationalen Einheit und einen “Geist der Vergebung”, heisst es weiter. Die christlichen Kirchen, denen schätzungsweise die Hälfte der zimbabwischen Bevölkerung angehört, könnten zu dem Versöhnungsprozess beitragen. Allerdings gebe es derzeit in dem Land keine Kultur der Toleranz mehr, so der Generalsekretär der Katholischen Bischofskonferenz von Zimbabwe, Frederick Chiromba; “dabei könnten wir bei aller Unterschiedlichkeit vereint sein.”
Der Präsidentschaftskandidat der oppositionellen “Bewegung für den demokratischen Wandel” (MDC), Morgan Tsvangirai, hatte die erste Wahl Ende März laut frühen Hochrechnungen gegen Mugabe gewonnen. Das offizielle Ergebnis machte hingegen eine Stichwahl erforderlich. Mugabes Partei ZANU-PF ging daraufhin mit Gewalt gegen Anhänger der MDC vor, weshalb Tsvangirai schliesslich auf seine Kandidatur verzichtete. Nach Angaben seiner Partei wurden seit März 113 MDC-Mitglieder getötet, 5.000 gelten als vermisst. Mehr als 200.000 Menschen sollen vertrieben worden sein.
Zu den Unterzeichnern der gemeinsamen Erklärung gehören die drei wichtigsten Kirchenverbände des Landes, die Evangelische Allianz von Simbabwe (EFZ), die Katholische Bischofskonferenz von Simbabwe (CZBC) und der Kirchenrat von Simbabwe (ZCC).
Von den rund 15,5 Millionen Einwohnern Simbabwes sind zwischen 40 und 50 Prozent Christen (Protestanten, einschliesslich Adventisten, Anglikaner und Methodisten; römische Katholiken sowie unabhängige afrikanische Kirchen). Daneben gibt es kleinere Minderheiten von Muslimen, Juden und Anhänger von indigenen Religionen.
]]>Selbst in seinem Heimatland Türkei – Paulus wurde um das Jahr 8 n. Chr. in der Küstenstadt Tarsus geboren – wäre sein Überleben nicht gesichert. Als Hinweis führte die Menschenrechtsorganisation die nationalistisch-islamisch motivierten Morde seit 2006 an dem katholischen Priester Andrea Santoro, dem armenischen Zeitungsherausgeber Hrant Dink und den drei protestantischen Christen im Vorjahr in Malatya an. Immer wieder komme es vor, dass christliche Missionare und die christliche Mission in den Medien als Bedrohung des Türkentums schlecht gemacht würden.
Die IGFM sieht das Paulus-Jahr, für das auch Feiern in der Türkei ausgerichtet werden, als Chance, eine den EU-Standards entsprechende Religionsfreiheit durchzusetzen, wodurch entsprechend des Artikels 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Freiheit gewährleistet würde, “seine Religion oder Überzeugung zu wechseln” sowie “seine Religion oder Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehen von Riten zu bekunden”.
Nach Ansicht der IGFM sollte der türkische Staat deshalb die seit 1971 verwehrte orthodoxe Priesterausbildung wieder zulassen, wozu beispielsweise auch die Wiedereröffnung des Priesterseminars auf der Insel Chalki gehöre, sowie den Kirchen einen ordentlichen Rechtsstatus und damit Rechtssicherheit gewähren. Die befristete Zulassung eines als Museum genutzten Gebäudes in Tarsus als Kirche und Verbesserungen des “Christen-Bildes” in Presseberichten und in Fernsehserien, wie dem “Tal der Wölfe”, seien in Europa positiv aufgenommen worden. Allerdings müssten auch die Schulbücher von historisch falschen und christenfeindlichen Passagen bereinigt werden.
]]>In einem am Dienstag in Genf veröffentlichten Brief ersuchen der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und der Christliche Studentenweltbund (WSCF) die drei internationalen Einrichtungen, “den humanitären Bedürfnissen des simbabwischen Volkes, seiner freien Religionsausübung, der Destabilisierung der politischen Situation und der Dringlichkeit einer Beendigung der Menschenrechtsverletzungen höchste Aufmerksamkeit” zu schenken.
In dem gemeinsamen Brief wird eine “internationale Intervention” zur Verteilung von Nahrungsmittelhilfen gefordert, da die Menschen “in einigen Gebieten Simbabwes akut von Hungersnot bedroht” sind. Ferner wird die Notwendigkeit einer politischen Lösung unterstrichen, die “unter Umständen eine Verschiebung der Wahl erforderlich macht”. Zudem sei es wichtig, dass die Gewalttäter vor Gericht zur Verantwortung gezogen würden. “Es darf keine Straffreiheit geben”, heißt es in dem Brief.
“Wir haben von unseren Brüdern und Schwestern in Simbabwe erfahren, dass einige Kirchen daran gehindert werden, Gottesdienste abzuhalten, während Gottesdienstbesucher in anderen Fällen mit Gewalt auseinandergetrieben wurden. Diese Zustände, die in den Medien auf wenig Interesse stoßen, sind inakzeptabel und erfordern dringend die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft”, wird in dem von ÖRK-Generalsekretär Samuel Kobia und WSCF-Generalsekretär Michael Wallace unterzeichneten Brief betont.
Ferner wird darauf verwiesen, dass die internationale Gemeinschaft “in Extremsituationen die Pflicht hat […], im Interesse und zum Schutz der Menschen in die internen Angelegenheiten eines Staates einzugreifen”, ein Prinzip, das als “Schutzpflicht” bekannt ist.
]]>Der Tag des Gebets für Simbabwe wurde von simbabwischen Christinnen und Christen initiiert und findet kurz vor der Stichwahl um das Präsidentenamt statt, die am Freitag, 27. Juni, abgehalten werden soll.
“Die Bedeutung dieser Wahl – ihr fairer Ablauf, ihr Ergebnis und ihre Nachwirkungen – kann gar nicht hoch genug bewertet werden”, erklärt der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfarrer Dr. Samuel Kobia, in einem Schreiben an die Mitgliedskirchen des ÖRK. Weiter heißt es dort: “Die kommenden Wochen stellen die Bevölkerung Simbabwes und die Welt vor die Herausforderung, Mittel und Wege zu finden, wie Gewalt in der Ausübung von Demokratie überwunden werden kann. Was geschieht, wird sich auswirken auf die Zukunft dieses Landes und der Region.”
]]>Im Rahmen des Engagements der Schweizer Kirchen für die Fussball-Europameisterschaft setzen die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz, die Evangelische Allianz Basel, die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Stadt mit dem Gottesdienst am Vorabend des Eröffnungsspiels einen besonderen Akzent.
Der Gottesdienst für Jung und Alt steht unter dem Motto “Leben, mehr als 90 Minuten”. Die “Trialogpredigt” halten Claudia Haslebacher von der evangelisch-methodistischen, Hermann Wey von der katholischen und Bruno Waldvogel-Frei von der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. Nach der Predigt werden persönliche Gebetsanliegen an Ballonen in den Himmel steigen.
Als “Special Guests” erwarten die Organisatoren Gäste aus der Welt des Fussballs. Das Grusswort spricht der Basler Regierungsrat Christoph Eymann. Für die musikalischen und tänzerischen Darbietungen sorgen die “RegioPraiseNight-Band” und die Tanzgruppe “roundabout”.
Anschliessend an den Gottesdienst bestehe genügend Zeit, um zu Fuss zur offiziellen Basler “Euro 08″-Eröffnungsfeier auf das Kasernenareal in Kleinbasel zu gehen, so die Veranstalter.
]]>Vom 28. Dezember 2007 bis zum 1. Januar 2008 waren rund 40 000 junge Menschen aus ganz Europa und von anderen Kontinenten bei Kirchengemeinden und Familien in Genf und Umgebung (Schweiz und Frankreich) zu Gast.
Auf dieser Etappe des “Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde” führten die jungen Erwachsenen Gespräche miteinander, sie meditierten, sangen und beteten und konnten an einem intensiven Programm teilnehmen, für die das Ökumenische Zentrum und die dort angesiedelten ökumenischen Organisationen Gastgeber waren.
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