
11. Mai 2007 abgelegt unter Frieden, Politik.
BAD VILBEL – Die Durchsuchungsaktion der Büros linker Gruppierungen, Buchläden und Kulturzentren durch fast eintausend Polizisten im Auftrag der Bundesanwaltschaft nach § 129 a – Bildung einer terroristischen Vereinigung – ist nach Umfang und Begründung eine Überreaktion und Einschüchterung des Staates im Vorfeld der geplanten breiten Proteste.
pax christi distanziert sich von allen Formen der Gewaltanwendung zur Durchsetzung politischer Ziele. Die Bundesanwaltschaft verfolgt mit Recht rund 40 Anschläge zwischen 2005 und 2007. Aber wir fragen nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel und haben Sorge, dass hier mit der Keule des Terrorismusvorwurfs die gesamte Protestbewegung getroffen werden soll.
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9. Mai 2007 abgelegt unter Evangelisch, Politik.
BERLIN – Am 9. Mai stellt sich in Berlin die neu gegründete “Stiftung Sozialer Protestantismus” der Öffentlichkeit vor. Die Stiftung, die aus der Evangelischen Sozialakademie Friedewald hervorgegangen ist, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Umbrüche in der Wirtschafts- und Sozialpolitik mit evangelischer Sozialethik zu begleiten und mitzugestalten. Sie will Perspektiven einer menschlichen Gestaltung der Globalisierung in der Tradition der Sozialen Marktwirtschaft entwickeln und den Protestantismus in seiner sozialen Prägekraft in der Gesellschaft profilieren. Dabei wird sie durch Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Arbeitswelt unterstützt.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung diskutieren der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück über Perspektiven des “Sozialen Protestantismus in einer globalisierten Welt”.
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8. Mai 2007 abgelegt unter Politik, Ökumene.
STUTTGART – (APD) Rund 250 christliche Bewegungen und Gemeinschaften wollen am 12. Mai in Stuttgart ein ökumenisches Zeichen für das Zusammenwachsen Europas setzen. Zum Treffen unter dem Motto “Miteinander für Europa 2007″ werden rund 12 000 Besucher erwartet.
Nach Veranstalterangaben haben sich auch 40 Bischöfe verschiedener Konfessionen angemeldet, darunter Kardinal Walter Kasper aus Rom und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung haben EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther H. Oettinger übernommen.
“Wir können einen entscheidenden Beitrag geben für das Miteinander der Kirchen und innerhalb von Europa”, betonte Gerhard Pross vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) an einer Medienkonferenz in Stuttgart.
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25. April 2007 abgelegt unter Evangelisch, Orthodoxie, Politik.
BERLIN – Das Verhältnis von Kirche und Staat in Serbien und Deutschland steht im Mittelpunkt einer Tagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutschen Bischofskonferenz und der Serbischen Orthodoxen Kirche, die am kommenden Wochenende in Berlin stattfindet. “Die aktuelle Debatte im UN-Sicherheitsrat über den Status des Kosovo zeigt, wie wichtig vertrauensvolle Beziehungen sind, in denen man die verschiedenen Positionen erörtern kann”, sagte der EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte vor der Tagung.
“Wir freuen uns, dass wir seit Jahren mit der Serbischen Orthodoxen Kirche konstruktive Gespräche über die Rolle der Religion, über Geschichte und aktuelle Entwicklungen führen können.” An der Tagung nehmen unter anderem der Leiter des Amtes für Menschen- und Minderheitenrechte der serbischen Regierung, Petar Ladjevic, der Generalsekretär der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), Colin Williams und die Europa-Abgeordnete Erika Mann teil. Bischof Porfirije von Jegar, Diözese Backa (Novi Sad) leitet die Delegation der Serbischen Orthodoxen Kirche.
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14. April 2007 abgelegt unter Hilfswerke, Politik, Sri Lanka.
AACHEN – Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit bahnt sich an der Ostküste Sri Lankas eine humanitäre Katastrophe an, weil sich dort Zehntausende von Menschen auf der Flucht vor dem eskalierenden Bürgerkrieg befinden. Das berichtete das “Bündnis Entwicklung hilft”, ein Zusammenschluss der Hilfswerke Brot für die Welt, Deutsche Welthungerhilfe, medico international, MISEREOR und terre des hommes, am Dienstag in Aachen. Die Kämpfe zwischen der srilankischen Armee, den Rebellen der LTTE und der von ihnen abgespaltenen Karuna-Gruppe sind außer Kontrolle geraten.
Fast 160.000 Menschen suchen seit zwei Wochen in der Stadt Batticaloa Schutz. Mehr als die Hälfte von ihnen campiert auf Straßen, Plätzen oder freiem Feld. Viele hungern und haben keine medizinische Versorgung. “Die internationale Gemeinschaft muss endlich etwas gegen diese absehbare Katastrophe unternehmen und Druck auf die Regierung Sri Lankas ausüben”, forderte der Südasien-Koordinator von medico international, Thomas Seibert, im Namen des Bündnisses.
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