
14. November 2009 abgelegt unter Evangelisch, Orthodoxie, Ökumene.
Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann und Bischof Martin Schindehütte, Leiter der Auslandsabteilung der EKD, haben in einem gemeinsamen Brief an den Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK), Kirill I., zu Äußerungen von Vertretern des Außenamtes der ROK Stellung genommen. „Mit Verwunderung und großem Unverständnis“, so heißt es in dem Schreiben, nehme man zur Kenntnis, dass „einige Vertreter des Außenamtes der ROK“ die Wahlen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland in Ulm in „unangemessener Weise“ kommentiert haben.
Die Ratsvorsitzende und Bischof Schindehütte stellen dazu fest, dass die unterschiedlichen Auffassungen „bezüglich des geistlichen Dienstes von Frauen in der Kirche Jesu Christi“ bisher „kein Hinderungsgrund für fruchtbare zwischenkirchliche Beziehungen auf bilateraler und multilateraler Ebene“ gewesen seien. Es sei vielmehr „ein christliches Gebot des gegenseitigen Respekts im geschwisterlichen Umgang, Unterschiede im Leben und Glauben unserer Kirchen auszuhalten und um den gemeinsamen Grund zu wissen, wie der Apostel Paulus an die Epheser schreibt: „,Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe‘“, heißt es in dem Brief weiter.
Die „kürzlich eingetretene Entwicklung“ hingegen bedaure die EKD sehr. Das für den 30. November in Berlin geplante Treffen anlässlich der Feiern zum 50-jährigen Jubiläum des Dialoges zwischen EKD und ROK werde leider aufgrund der Absage von Erzbischof Hilarion nicht stattfinden können. Von Seiten der EKD aber, so das Schreiben weiter, sei man an der Fortsetzung des „wichtigen theologischen Dialogs über christliche Zentralfragen“ interessiert und zuversichtlich, dass dieser Dialog in Zukunft weitergeführt werde.

2. Juni 2009 abgelegt unter Orthodoxie.
GENF – (APD) Nach einem Unterbruch von mehr als zwanzig Jahren werden die Vorbereitungen für ein Panorthodoxes Konzil wieder aufgenommen. Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel wird vom 6. bis 13. Juni im Orthodoxen Zentrum des Ökumenischen Patriarchats in Chambesy bei Genf eine vorkonziliare panorthodoxe Konferenz abhalten.
Die Vorbereitungen für ein panorthodoxes Konzil, in orthodoxen Kreisen auch “Heiliges und Grosses Konzil der Orthodoxie” genannt, begannen bereits in den siebziger Jahren, wurden jedoch in den neunziger Jahren wieder ausgesetzt. Die dritte und bislang letzte Konferenz dieser Art fand 1986 ebenfalls im schweizerischen Chambesy statt. (weiterlesen…)

10. Februar 2009 abgelegt unter Orthodoxie.
MOSKAU – (APD) Fast zwei Monate nach dem Tod von Patriarch Alexij II. hat ein Kirchenkonzil der Russisch-Orthodoxen Kirche am 27. Januar in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale den Metropoliten Kyrill von Smolensk und Kaliningrad zum neuen Patriarchen, Kyrill I. von Moskau und ganz Russland, gewählt. Die Glocken der Christus-Erlöser-Kathedrale gaben die Wahl des neuen Patriarchen mit 16 schweren Glockenschlägen bekannt. (weiterlesen…)

15. Oktober 2008 abgelegt unter KEK, Orthodoxie.
GENF (APD) – Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), mit Sitz in Genf, bedauert den Entscheid des Moskauer Patriarchats vom 11. Oktober, die Mitgliedschaft der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Gemeinschaft von 126 orthodoxen, protestantischen und alt-katholischen Kirchen Europas ruhen zu lassen. Der Zentralausschuss dieses kirchlichen Dachverbandes tagte vom 6. bis 11. Oktober in Paralimni auf Zypern.
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19. September 2008 abgelegt unter Orthodoxie.
Der ehemalige stellvertretende ÖRK-Generalsekretär Prof. Dr. Todor Sabev, Mitglied der Bulgarischen Orthodoxen Kirche, verstarb am 13. September im Alter von 80 Jahren. Er war ein Pionier der ökumenischen Bewegung im osteuropäischen und orthodoxen Kontext und ein Brückenbauer zwischen Ost und West.
Text des Nachrufs seitens des ÖRK-Generalsekretärs (auf Englisch)