Die Erfahrungen des vergangenen Jahres, erklärte er, haben seine Überzeugung gestärkt, dass die Kirchen dazu berufen seien, „eins zu sein“ – in ihrem Glauben, aber auch in ihrem praktischen Engagement für einen gerechten Frieden, der die Würde aller wahrt. „Wir sind aufgerufen, an die Mächtigen heranzutreten“, so Tveit, und die politischen Führungspersönlichkeiten der Welt aufzufordern „die Schreie nach Gerechtigkeit und einer besseren gemeinsamen Zukunft“ anzuhören.
Der ÖRK sei sowohl „eine globale, ökumenische Gemeinschaft von Kirchen [...], deren Mitglieder einander verpflichtet sind und sich gegenseitig Rechenschaft ablegen“, als auch eine „Organisation [...], die gegründet wurde, um konziliare Beziehungen zwischen den Mitgliedskirchen herzustellen und ihre Zusammenarbeit zu fördern“. Der ÖRK verbindet geistliche Gemeinschaft und praktische Strukturen, indem er „Ergebnisse dank verbesserter Beziehungen erreichen [will]“ und indem „wir beieinander bleiben, damit wir gemeinsam handeln können“, so Tveit.
Zu den Bereichen, die dem ÖRK, seinen Mitgliedskirchen und anderen Partnern laut Tveit besonders am Herzen liegen, gehören interreligiöse Beziehungen und interreligiöser Dialog sowie die Kirchen und die Menschen im Nahen Osten, insbesondere in Jerusalem und im Heiligen Land. Des Weiteren nannte er den Dienst und die Entwicklungsarbeit, die der ÖRK gemeinsam mit dem neuen ACT-Bündnis durchführt, die Förderung der Gemeinschaft von Frauen und Männern in Kirche und Gesellschaft, Veränderungen in der Kirche und der Welt, die eine neue „ökumenische Landschaft“ schaffen, und schließlich die Anliegen der Gerechtigkeit und des Friedens.
Gerechtigkeit und Frieden bilden auch einen Schwerpunkt der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation (IöFK), die im Mai 2011 in Kingston, Jamaika, stattfinden wird.
Tveit beendete seinen formellen Bericht mit Worten des Dankes an den ÖRK-Zentralausschuss für dessen Unterstützung. „Das letzte Jahr war für mich das arbeitsreichste, intensivste und gesegnetste Jahr meines Lebens“, erklärte er.
„Besonders inspiriert haben mich die Begegnungen und die Zusammenarbeit mit jungen Menschen – Sie sind die Zukunft und die Bausteine der ökumenischen Bewegung. Ihre Beteiligung ist immer sehr inspirierend und ich weiß Ihre Beiträge zu Gegenwart und Zukunft der ökumenischen Bewegung sehr zu schätzen. Möge Gott uns allen weiterhin Kraft und Freude in dieser Arbeit und in dieser Gemeinschaft schenken!“, schloss er.
Bei seiner Antwort auf die Fragen und Kommentare des Zentralausschusses erkannte Tveit an, dass viele Kirchen sich größere Fortschritte auf dem Weg zur Einheit wünschen – unter anderem darin, eine eucharistische Gemeinschaft zu bilden, die Christen aller Traditionen erlauben würde, das Sakrament des heiligen Abendmahls gemeinsam zu feiern. Er betonte zudem, wie wichtig es sei, einen „strategischen Konsens“ unter den Kirchen zu erreichen, damit „wir unsere gemeinsame Stimme finden können“.
]]>Tveit übermittelte Papst Shenouda das Mitgefühl und die Unterstützung der ÖRK-Mitgliedskirchen in dieser für Ägypten so schwierigen Zeit. Er versicherte, die Gemeinschaft der Kirchen, die gemeinsam den ÖRK bildeten, sei im Gebet für die Koptische Orthodoxe Kirche und das ganze ägyptische Volk vereint. Der ÖRK-Generalsekretär bezeichnete das Kreuz als Symbol der Solidarität, das Christen in aller Welt miteinander teilten. „Das Kreuz erinnert uns immer wieder an das Leid im menschlichen Leben und an Christi Tod am Kreuz, aber als christliches Symbol weist es auch auf die Auferstehung, auf Versöhnung und Frieden hin“, erklärte Tveit.
In seiner Botschaft zum Weihnachtsfest, das die koptischen Christen am 7. Januar gefeiert haben, betonte Papst Shenouda die Liebe und den Frieden Gottes für alle. „Es ist ermutigend zu sehen, wie seine Botschaft sowohl Christen als auch Muslime inspiriert hat, sich gemeinsam der Gewalt und den Versuchen, das Volk zu spalten, entgegenzustellen,“ sagte Tveit, und fügte hinzu: „ Papst Shenouda zeigt, dass gut ausgeübte geistige Führerschaft gewaltigen friedensstiftenden Einfluss haben kann.“
Tveit wurde auf der Reise nach Kairo von ÖRK-Programmdirektor Pastor Dr. Hielke Wolters und von der Programmreferentin für den christlich-muslimischen Dialog Rima Barsoum begleitet.
]]>Es handelte sich um den vierten derartigen Besuch im ÖRK-Sekretariat seit der Gründung des postkonfessionellen Chinesischen Christenrates (CCC) 1980. Der letzte Besuch hatte im Jahr 2003 stattgefunden. Der CCC, der 2009 rund 19 Millionen Kirchenglieder zählte, war 1991 auf der Vollversammlung in Canberra als Mitglied im ÖRK offiziell aufgenommen und so mit der weltweiten Kirchengemeinschaft wieder vereint worden. Bei einem Runden Tisch, organisiert von der ÖRK-Kommission der Kirchen für Internationale Angelegenheiten, hielten die Delegationsmitglieder Vorträge zu drei Themen, die für Leben und Zeugnis der Kirche in China wesentlich sind – „Religionspolitik in China“, „Die Rolle der Religion bei der Förderung einer ‚harmonischen Gesellschaft’“ und „Die Rolle der Kirche im heutigen China“.
Mit Blick auf die Religionspolitik und die Beziehungen zwischen Kirche und Staat war sich die Delegation einig, dass derzeit eine „goldene Ära für die Entwicklung der Religionen in China“ angebrochen sei. Die Kirche in China wirke außerdem auf verschiedenen Wegen mit, um vor Ort eine „harmonische Gesellschaft“ zu fördern.
CCC-Generalsekretär Kan Baoping erklärte, dass religiöse Gemeinschaften allgemein und insbesondere die protestantische Kirche in den letzten 30 Jahren in China ein rasantes Wachstum erlebt hätten. Er sagte, die Überwindung konfessioneller Spaltungen sei einer der Gründe für diese Vitalität der Kirchen. Sie sei auch deshalb wichtig, weil die chinesische Kultur mehr Wert auf Gemeinsamkeiten lege als auf Unterschiede.
Ein weiterer Erfolgsfaktor war laut Kan das Verständnis, dass jedes Kirchenmitglied dafür mitverantwortlich ist, das Evangelium an seine Familie und Nachbarn weiterzugeben, als Ausdruck des Priestertums aller Gläubigen. Kan sprach über Evangelisationsmethoden, die sich vom einfachen Weitersagen der guten Nachricht bis hin zu einer sichtbaren Umsetzung des Evangeliums durch Dienste an der Gesellschaft wie AIDS-Prävention oder Betreuung von Waisenkindern entwickelt hatten.
In seiner Begrüßungsansprache an die chinesische Delegation würdigte ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit die Rolle der chinesischen Christen bei der Gründung des ÖRK. Zudem erklärte er, er freue sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit der neuen Führung des Chinesischen Christenrates, insbesondere im Hinblick auf die nächste ÖRK-Vollversammlung in Asien, die im Oktober 2013 in Busan, Korea, stattfinden wird.
Unter den Mitgliedern der Delegation befanden sich der Generalsekretär und der Präsident des CCC, die beide 2008 ins Amt gewählt worden waren, sowie Führungsverantwortliche der chinesischen Drei-Selbst-Bewegung. Tveit beschrieb den chinesischen Kontext als „einen der spannendsten für die Zukunft des Christentums“.
Pastorin Zhang Shuilian, Vizevorsitzende des Regionalausschusses der Provinz Hubei der Drei-Selbst-Bewegung der protestantischen Kirche, erklärte, die Christen hätten im heutigen China grundsätzlich einen guten Ruf. Dies sei auf ihr Engagement für gesellschaftliche Bedürfnisse zurückzuführen. So sammelten sie zum Beispiel Spenden für die Opfer des Erdbebens in der chinesischen Provinz Sichuan im Jahr 2008, fügte sie hinzu.
Zhan erzählte, die städtischen Kirchen verfügten oft über spezielle Programme zur Integration von Wanderarbeitern. In ländlichen Gebieten wiederum stellte das kirchliche Leben ein wesentlicher Faktor dar, um die Leerstelle im Alltag der älteren Menschen und Kinder zu füllen, die dort zurückblieben, während die anderen Familienmitglieder auf der Suche nach Arbeit in die Städte zogen.
Stabilität im Familienleben zu fördern, fügte sie hinzu, sei eine Möglichkeit für das Christentum und andere Religionen, die Maßnahmen der Regierung zu unterstützen, die darauf abzielen, eine „harmonische Gesellschaft“ aufrechtzuerhalten. Zur Erreichung dieses Ziels tragen auch solide interreligiöse Beziehungen bei.
In einer Reflexion während eines Gottesdienstes mit Mitgliedern des Mitarbeiterstabs im Ökumenischen Zentrum in Genf sagte der Präsident des CCC, Pastor Gao Feng, die Kirche sei eine „Gemeinschaft vergebender Sünder“ und fügte hinzu: „Indem wir vergeben, erfahren wir Gottes Vergebung; wenn wir lieben, können wir Gottes Liebe erfahren.“
Im Anschluss an den Runden Tisch traf sich die Delegation des CCC beim Mittagessen mit den Generalsekretären des ÖRK, des Lutherischen Weltbundes – Pastor Martin Junge – der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen – Pastor Dr. Setri Nyomi – sowie der Generalsekretärin der Christlichen Vereine junger Frauen (CVJF) Nyaradzayi Gumbonzvanda. Später am selben Tag besuchte die Delegation das Ökumenische Institut in Bossey.
]]>Im Mittelpunkt der siebentägigen Reise wird das Zeugnis der indischen Kirchen für Frieden und Gerechtigkeit inmitten von Massenarmut, sozialer Ausgrenzung und Gewalt gegen Frauen, Dalits und Christen stehen. Es werden auch Begegnungen mit leitenden Kirchenrepräsentanten/innen, Friedensaktivisten/innen und Vertretern/innen von interreligiösen Friedensinitiativen und Bewegungen der Dalits stattfinden.
Das Team der Lebendigen Briefe wird im Verlauf seiner Reise die indische Hauptstadt Neu Delhi und die südöstlichen Bundesstaaten Orissa und Andhra Pradesh besuchen.
“Lebendige Briefe” sind kleine ökumenische Teams, die ein Land besuchen, um den Menschen zuzuhören, aus ihren Erfahrungen zu lernen, miteinander über Konzepte zu diskutieren und zu helfen, Herausforderungen anzugehen, um so Gewalt zu überwinden, Friedensarbeit zu fördern und gemeinsam für den Frieden zu beten. Sie werden im Rahmen der ÖRK-Dekade zur Überwindung von Gewalt durchgeführt und sollen die für 2011 geplante Internationale Ökumenische Friedenskonvokation vorbereiten helfen.
Gewalt gegen Christen und Kastendiskriminierung
Im August 2008 brach im Bundesstaat Orissa eine Welle organisierter Gewalt gegen Christen aus. An die 20 Menschen wurden von militanten Hindus getötet, die die Christen für die Ermordung eines bekannten radikalen Hinduführers verantwortlich machten, 50 000 wurden vertrieben und ca. 4000 Unterkünfte zerstört. Insgesamt waren rund 200 Dörfer betroffen und Hunderte von Kirchen wurden in Brand gesetzt.
Zu diesem Zeitpunkt äußerte sich der ÖRK-Exekutivausschuss besorgt „über die beunruhigende Tendenz zu wachsender Gewalt zwischen Bevölkerungsgruppen und zu religiöser Intoleranz in Indien“. Am 2. September 2009 nahm der ÖRK-Zentralausschuss einen Protokollpunkt an, in dem er „ein Abnehmen der Religionsfreiheit in vielen Teilen der Welt und eine Zunahme religiöser Intoleranz“ feststellte.
In einer anderen Erklärung, die ebenfalls am 2. September angenommen wurde, gab der ÖRK-Zentralausschuss seiner Überzeugung Ausdruck, dass Diskriminierung aufgrund von Kastenzugehörigkeit „gegen die christliche Lehre verstößt, dass alle Menschen nach dem Bild Gottes geschaffen sind“. Mindestens 160 Millionen Menschen in Indien, die als Dalits –Sanskrit für zerbrochen, niedergetreten, zerstört – bezeichnet werden, und bis zu 260 Millionen weltweit gelten in ihrer eigenen Gesellschaft als „unberührbar“.
]]>“Ich bin überzeugt davon, dass Gott mich zu dieser Aufgabe berufen hat. Ich glaube, wir haben eine Menge gemeinsam zu tun“ sagte Tveit in einer kurzen Dankesrede vor dem Zentralausschuss. Der ganze Prozess habe in einem Geist der Einheit stattgefunden, so Tveit. Er hoffe, dass dieser Geist auch den weiteren gemeinsamen Weg begleiten möge. Die Mitglieder des Zentralausschusses rief Tveit dazu auf, am Gebet für ihn festzuhalten: “Bitte hört nicht auf für mich zu beten!”
Für Martin Schindehütte, EKD-Auslandsbischof ist der Ausgang der Wahl ein “ganz wichtiger Neubeginn der Arbeit des ÖRK”. Er sei sehr froh darüber, dass die Wahl in einer “guten, konstruktiven Atmosphäre” abgelaufen sei. Er werte dies als Ausdruck eines “neu gewachsenen Vertrauens” im Zentralausschuss. Er rechne damit, dass Tveit auch die “inneren Entwicklungen, die der ÖRK vollziehen muss” voranbringen werde.
Christina Biere aus Greifswald sprach von einer “wunderbaren” Vorstellungsrede Tveits, in der er es verstanden habe, in authentischen Worten “Nord und Süd zu vereinen”. Wenn er in seine Amtszeit “auch nur ein bisschen” einbringe von dem Schwung der jungen Ökumeniker in Norwegen, die er in seiner Rede erwähnt hatte, dann könne man “sehr glücklich sein”.
“Die Stimmung nach der Wahl ist geprägt von Hoffnung,” erklärte Dr. Emilio Castro, der von 1985 bis 1992 ÖRK-Generalsekretär war. “Ich bin sicher, dass es bei diesem Prozess weder Sieger noch Besiegte gibt, sondern dass die ökumenische Bewegung gestärkt hervorgegangen ist. Ich bin überzeugt, dass die besten Jahre des ÖRK vor uns liegen.”
Nach Ansicht der württembergischen Pfarrerin Heike Bosien verbindet Tveit in seiner Person eine skandinavisch-europäische Perspektive mit einem “weiten Horizont”, den er durch seine vielen ökumenischen Erfahrungen bekommen habe. Damit sei ein “wirklicher Neuanfang im ÖRK” möglich.
Seit 2002 ist Dr. Olav Fykse Tveit Generalsekretär des Rats der Norwegischen Kirche für ökumenische und internationale Beziehungen. Tveit ist Mitglied der ÖRK-Plenarkommission für Glauben und Kirchenverfassung und Mitglied des Vorstandes und Exekutivausschusses des Christlichen Rates Norwegens.
Tveit war einer von zwei Kandidaten für die Wahl zum höchsten Amt des ÖRK. Weiterer Kandidat war Pfarrer Dr. Park Seong-won, presbyterianischer Theologe aus Südkorea. Tveit tritt die Nachfolge von Generalsekretär Pfarrer Dr. Samuel Kobia an, der im Februar 2008 dem ÖRK-Zentralausschuss mitgeteilt hatte, dass er für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehe. Kobia hat das Amt des Generalsekretärs seit 2004 inne.
]]>Die Wahl des neuen ÖRK-Generalsekretärs findet während der Sitzung des Zentralausschusses vom 25. August bis 2. September in Genf statt. Der 62-jährige Amtsinhaber hatte im vergangenen Jahr überraschend seinen Verzicht auf eine Wiederwahl erklärt.
Dem ÖRK gehören 349 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften aus 110 Ländern an.
http://www.eni.ch/
In einer Botschaft an die ÖRK-Mitgliedskirchen im Nahen Osten, die auch an die anderen Mitgliedskirchen weltweit gesandt wurde, rief der ÖRK-Generalsekretär Dr. Samuel Kobia am 7. Januar “alle Christinnen und Christen in der Welt auf, für Frieden zu beten und, wann immer möglich, ihre Regierungen aufzufordern und zu ermutigen, sich für die Überwindung der Feindschaft und für Versöhnung einzusetzen.”
Kobia forderte erneut das Ende der Feindseligkeiten und neue Verhandlungen für ein Abkommen, durch das ein gerechter und dauerhafter Frieden für beide Seiten, Palästinenser und Israelis, gesichert wird.
Ein solches Friedensabkommen müsse “die Wiederherstellung der Waffenruhe auf beiden Seiten der Grenze und eine schnellere Aufhebung der israelischen Blockade des Gazastreifens” vorsehen und die “Achtung des Völkerrechts in Bezug auf Menschenrechte, humanitäre Hilfe und den Schutz der Zivilbevölkerung in Krisengebieten seitens der Behörden” beinhalten.
Die Botschaft des ÖRK-Generalsekretärs ist die Antwort auf die Aufrufe und Sorgen der Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem bezüglich der aktuellen Situation im Gazastreifen.
]]>Der Karibik-Fokus der Dekade zur Überwindung von Gewalt will Kirchen und Bewegungen, die sich in der Region für Frieden einsetzen, stärken und unterstützen und das Bewusstsein der Kirchen für das Gewaltpotenzial schärfen, das Problemen wie Migration und Menschenhandel, HIV und AIDS, Drogenmissbrauch und Drogenhandel inhärent ist.
„Wir möchten die Botschaft vermitteln, dass die Karibik mehr ist als Sonne, Sand und Strand“, heißt es in einem Bericht der Teilnehmenden.
Der Karibik-Fokus wurde anlässlich einer Zusammenkunft von Vertretern und Vertreterinnen von Kirchen und regionaler sowie internationaler ökumenischer Organisationen eröffnet, die vom 11.-14. November in Panama-Stadt zusammengekommen waren. Vier Ländern soll im Laufe des nächsten Jahres besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden: Haiti, Grenada, Surinam und Kuba.
An dem Treffen nahmen rd. 30 Vertreter/innen nationaler Kirchenräte, der Karibischen Konferenz der Kirchen sowie der ÖRK-Regionalgruppe für die Karibik teil. Gastgeber war der Ökumenische Ausschuss von Panama.
Die Karibik wird auch der Tagungsort der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation sein, die den abschließenden Höhepunkt der Dekade zur Überwindung von Gewalt bildet. Die Konvokation wird im Mai 2011 nach Kingston, Jamaika, einberufen werden.
Die Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001-2010): Kirchen für Frieden und Versöhnung ist eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen. Sie lädt Kirchen, ökumenische Organisationen und alle Menschen guten Willens ein, für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung zusammenzuarbeiten.
]]>In seiner Eröffnungspredigt am 5. Oktober sagte Benedikt XVI. die Bibel müsse im Mittelpunkt jedes christlichen Lebens stehen und alle Bereiche erfassen: Familie, Schule, Kultur, Arbeitswelt und Freizeit. Denn nur das Wort Gottes könne letztlich die Herzen der Menschen erreichen und verändern. Die Synode müsse deutlich machen, wie die Kirche vom Wort Gottes lebt und abhängt. Daher sei es unverzichtbar, dass die Kirche diese Botschaft kennt und glaubwürdig lebt und weitergibt – trotz der Schwäche und Unvollkommenheit ihrer Mitglieder, so der Papst.
Das römisch-katholische Kirchenoberhaupt nahm bei der ersten Sitzung der Bischofssynode am 6. Oktober auch Bezug auf die jüngsten Entwicklungen im Weltfinanzsystem. Die globale Finanzmarktkrise sei eine Mahnung, sich nicht auf falsche Werte zu verlassen. Der Zusammenbruch der grossen Banken zeige, dass Geld einfach verschwinden könne und letztlich “nichts” sei, sagte der Papst. Wer nur auf Sichtbares, auf “den Erfolg, die Karriere, das Geld” setze, baue auf Sand. Bestand habe allein das Wort Gottes, so Benedikt XVI. in seiner frei formulierten Ansprache. Das Wort Gottes sei die wahre Wirklichkeit, auf der man das Leben aufbauen könne. Der wahre “Realist” sei der, der auf die Realität des Wortes Gottes baue.
]]>Weiterhin stellt das Schreiben fest, es müssten Schritte unternommen werden, um das Verbot der Verteilung von Hilfsgütern aufzuheben, sämtlichen Formen politischer Gewalt und Einschüchterung ein Ende zu setzen und ein Umfeld zu schaffen, in dem echte Heilung und Versöhnung geschehen können.
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