Zur ACK Deutschland gehören 17 Mitgliedskirchen, darunter neben den beiden grossen Kirchen auch Alt-Katholiken, Orthodoxe, Altorientalen, Anglikaner, Methodisten, Baptisten und Mennoniten. Drei Kirchen haben Gaststatus, und die Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker) sowie drei zwischenkirchliche Organisationen sind ständige Beobachter.
Elisabeth Dieckmann findet die Ökumenische Centrale, die Geschäftsstelle der ACK Deutschland in Frankfurt/Main, in einer schwierigen Lage vor. Die beiden grössten Beitraggeber, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die römisch-katholische Kirche, hatten ihre finanziellen Zuwendungen aufgrund von Sparmassnahmen erheblich verringert, sodass in der Geschäftsstelle der Personalbestand drastisch abgebaut werden musste und dadurch die Handlungsfähigkeit der ACK stark eingeschränkt ist. Es hat den Anschein, dass die bilaterale Ökumene zwischen der römisch-katholischen Kirche und den evangelischen Kirchen in Deutschland auf Orts- und Kirchenleitungsebene funktioniert und daher der mühsamere “Umweg” über die ACK, um sich auch mit den kleineren Kirchen abzustimmen, in den Hintergrund tritt.
]]>In ihrer Predigt zeigte sich Dr. Lehmeier begeistert von den vielfältigen ökumenischen Aktivitäten in der Region. “Ausgangspunkt für mich war die ökumenische Bibelwoche in Altenstadt.“ Bei aller Verschiedenheit habe sie dort einen gemeinsamen Geist bei allen Beteiligten gespürt. Den gegenseitigen Austausch habe sie als so bereichernd empfunden, dass sie Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Glaubensgemeinschaften einlud, um mit der Gründung einer regionalen Arbeitsgemeinschaft, ökumenische Aktivitäten zu fördern. „Wir brauchen einen festen Ort, wo Christentum auf ganz unterschiedliche Weise gelebt werden kann und darf. Tragen Sie die Begeisterung des gemeinsamen Glaubens an Jesus Christus auf allen Ebenen weiter“, appellierte Lehmeier an die Gemeinde. „Viele Strahlen sollen mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde in unsere Region ausstrahlen!“
Pfarrer Thomas Philipp leitete den Akt der Unterzeichnung ein und erinnerte an die langjährige ökumenische Partnerschaft mit der südindischen Diözese in East-Kerala. Als Vertreter der verschiedenen Konfessionen unterschrieben die Urkunde für die evangelisch-landeskirchlichen Dekanate Dekanin Sabine Bertram-Schäfer, Dekanat Büdingen, Dekan Manfred Patzelt, Dekanat Nidda, Dekan Wolfgang Keller, Dekanat Schotten, für das römisch-katholische Dekanat Wetterau-Ost Dekan Rupert Rützel, Pfarrer Mathias Forchheim für die SELK, Pastor Carl Hecker für die Evangelisch-methodistische Kirche sowie Pastor Tilo Linthe für die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Gedern und Limeshain (Baptisten).
Die ACK Wetterau-Ost ist Teil der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutsch-land, dem repräsentativen Organ und Forum der christlichen Kirchen. Die Einheit der Christen zu fördern, ist das Ziel der ökumenischen Bewegung. In vielen Ländern geschieht dies durch Nationale Kirchen- und Christenräte. In Deutschland ist die ACK das repräsentative Organ und Forum der christlichen Kirchen. Derzeit gehören 16 Kirchen als Mit-glieder und 4 Kirchen als Gastmitglieder zur ACK (Evangelische Kirche in Deutschland, Römisch-katholische Kirche, Orthodoxe Kirchen, Orientalisch-Orthodoxe Kirchen, evangelische Freikirchen und andere kleinere Kirchen). Dazu kommen 3 Gruppierungen bzw. Organisationen als Ständige Beobachter. Damit repräsentiert die ACK ein weites und vielfältiges Spektrum der kirchlichen Ökumene. Mit der regionalen Gründung wollen die Mitglieder der ACK Wetterau-Ost in ihren Gemeinden und Untergliederungen besonders einen Prozess des Aufeinanderzugehens, des Dialogs, des gegenseitigem Verstehens und der Solidarität fördern. So soll es zu Formen des gemeinsamen Lebens, des gemeinsamen Handelns, des gemeinsamen Feierns der Gegenwart Gottes und des gemeinsamen Zeugnis-ses kommen.
Landrat Joachim Arnold (Wetterau) nannte es einen Fortschritt, dass sich nun die Kirchen christlichen Glaubens in der östlichen Wetterau zur ACK zusammengeschlossen haben, um Trennendes zu überwinden und Gemeinsamkeiten zu fördern. Ein weiteres Grußwort der ACK Hessen-Rheinhessen wurde von Pfarrerin Dr. Lehmeier verlesen. Der Vor-sitzende des Kirchenvorstandes der evangelischen Gemeinde Ortenberg, Dietmar Patt, sprach als Ortenberger Bürger. Er habe es als Mitglied einer überwiegend katholischen Familie als angenehm empfunden, wie seit langem in Ortenberg Ökumene aktiv gelebt werde. Er wünschte der ACK Gottes Segen für ihre Arbeit.
]]>Der ACK-Vorsitzende und evangelische Landesbischof Friedrich Weber aus Braunschweig hatte zuvor unterstrichen: “Die ACK ist kein Nationaler Kirchenrat, sie will es auch nicht werden.” Grund seien die Konfessionsverhältnisse in Deutschland, wo Freikirchen in der Minderheit sind. Die ACK hatte nach massiven Kürzungen durch beide grossen Kirchen wiederholt geklagt, ihrem Auftrag kaum mehr gerecht werden zu können. Vor allem die Ökumenische Zentrale in Frankfurt gilt als personell unterbesetzt. Es gebe ein erstes Signal von der evangelischen Kirche, die Finanzierung des ökumenischen Dachverbandes aufzustocken, sagte Rudolph. Ein ähnliches Engagement werde von römisch-katholischer Seite erwartet. Dies sei aber noch nicht Beschlussreif.
In einem Festgottesdienst wurde am 12. März der Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden als 17. Vollmitglied in die ACK aufgenommen. Gleichzeitig wurde Pfarrerin Rudolph als langjährige ACK-Geschäftsführerin verabschiedet. Sie war in die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland gewechselt. In der Übergangszeit bis zur Regelung der Nachfolge soll Rudolph die Geschäfte eingeschränkt weiterführen, längstens bis Ende Juni. Turnusgemäss soll das Amt des Geschäftsführers von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) bestellt werden.
Die Versammlung sei von den Ereignissen nach dem Amoklauf in Winnenden überschattet gewesen, so Rudolph weiter. Ökumenische Gäste hätten zudem von der bedrückenden Situation für Christen im Nahen Osten und im Irak berichtet.
Ferner sprach sie die Mitgliederversammlung dafür aus, Gesprächen über eine “Wiederaufnahme” des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) zu führen. Der BFP war bereits von 1975 bis 1984 Gastmitglied der ACK und strebt jetzt erneut die ACK-Gastmitgliedschaft an. Wie aus dem ACK-Vorstand verlautete, sollen keine grundsätzlichen Bedenken gegen eine Wiederaufnahme bestehen, die ACK möchte jedoch mit dem BFP noch ein klärendes Gespräch führen.
Die vor rund 60 Jahren gegründete ACK, der Dachverband der christlichen Kirchen in Deutschland, vereinigt neben der evangelischen und römisch-katholischen auch orthodoxe, anglikanische, alt-katholische sowie Freikirchen.
]]>„Versöhnte Verschiedenheit“ lautete das Motto, unter dem die Gottesdienstbesucher nach jeder neu entzündeten Kerze bekräftigten „Wir stellen uns hinein in diese große Tradition“. Unterschiedliche Traditionen spiegelten sich auch in Musik: und Liturgie: Zum Einzug sang der Gospelchor der United Church of Christ Apostolic, der syrisch-orthodoxe Chor Bad Vilbel und der rum-orthodoxe aus Butzbach trugen Lieder vor, neben der Orgel begleitete die Lobpreisgruppe des Chrischona Gemeinschaftswerks den Gemeindegesang und Chorbischof Tuma Bilen las Verse aus dem Johannesevangelium auf Aramäisch, der Sprache, die Jesus selbst gesprochen hat.
Pfarrerin Edith Höll von der Evangelischen Kirche und Pfarrer Dr. René Dlouhy von der Friedberger Adventgemeinde entfalteten in einer Dialogpredigt die Spannung zwischen der Angst vor dem Fremden und der Sehnsucht nach Einheit. Sicherer Stand im eigenen Glauben helfe, so Höll, den anderen in dessen Glauben zu verstehen und anzunehmen. Dlouhy wünschte der neuen ACK, mehr auf das Gemeinsame als auf das Trennende zu schauen. In fünf Punkten entwarf er die mutige Vision einer Christengemeinschaft vor Ort, in der jeder dem anderen „Bruder und Schwester“ sein könne und anerkenne, dass Gott sich auch in anderen Konfessionen offenbaren könne. Isolation mache keinen Sinn, doch müsse man auch „flexibel und vorsichtig mit Sprache umgehen“ und bereit sein, die Veranstaltungen der anderen Konfessionen zu besuchen und voneinander zu lernen.
Jörg-Michael Schlösser, Dekan des evangelischen Dekanats Wetterau erinnerte an die Anfänge des Zusammenschlusses: Konrad Schulz, Ökumenepfarrer im evangelischen Dekanat Wetterau, hatte mit Präses Tobias Utter die Gründung einer ACK vor zwei Jahren auf den Weg gebracht. Nun sei man dankbar, so Schlösser, dass dieser Weg einen Rahmen bekomme.
Hansjoachim Wahl, Dekan des katholischen Dekanats Wetterau-West sagte, man sei „gespannt auf all das, was da zusammenwächst , weil es zusammengehört.“
Unterzeichnet wurde die Beitrittsurkunde von folgenden Kirchen und Gemeinden: Adventgemeinde Friedberg, Evangelisches Dekanat Wetterau mit 23 seiner Gemeinden, katholisches Dekanat Wetterau-West mit seinen 35 Gemeinden, rum-orthodoxe Gemeinde St. Peter und Paul Butzbach, syrisch-orthodoxe Mutter-Gottes-Gemeinde Bad Vilbel, United Church of Christ Apostolic. Dazu als Gastmitglieder: Chrischona Gemeinschaftswerk Region Hessen mit den Stadtmissionen in Bad Nauheim, Butzbach, Friedberg sowie den Landeskirchlichen Gemeinschaften Bad Vilbel-Heilsberg und Florstadt, und die Freien Evangelischen Gemeinden Bad Vilbel und Friedberg.
Am 18. November wurde in den Räumen der Friedberger Stadtmission ein 5-köpfiger Vorstand gewählt. Als ersten Punkt für Gespräche haben sich die Mitgliedskirchen das Tauf-Verständnis vorgenommen. Gemeinsam ist allen der Wunsch, auch künftig so stimmungsvolle gemeinsame Gottesdienste zu feiern, wie am Gründungstag in der Friedberger Marienkirche.
Autor: Pfr. K.Schulz
]]>Eine Wippe scheint Hannelore Bartscherer ein gutes Symbol für das Zusammenleben der Religionen Köln: Auf einer Wippe geht es zwar auf und ab, aber es macht Spaß, darauf zu spielen und jeder braucht den anderen, damit sich etwas bewegt, erklärt die Vorsitzende des örtlichen Katholikenausschusses den Gästen aus dem ÖRK. Nahe liegend also, dass eine Initiative, die sich ein gutes Miteinander im Alltag zum Ziel gesetzt hat, einmal im Jahr eine Wippe auf einem Kölner Spielplatz finanziert und Spielplatzpaten aus allen drei Religionen dafür sucht.
Begonnen hatte “Weißt Du wer ich bin?” in Köln erheblich theoretischer, nämlich mit der feierlichen Unterzeichnung einer “Kölner Friedensverpflichtung”, einer Art Charta für gegenseitige Akzeptanz und Gewaltlosigkeit. Der Katholikenausschuss um Hannelore Bartscherer hatte dafür die Initiative ergriffen und Partner in den christlichen, jüdischen und muslimischen Gemeinden der Stadt gesucht. Nicht alle machten mit: Als offizielle Vertretung von jüdischer Seite wurde die orthodoxe Synagogen-Gemeinde als größere der beiden Kölner Gemeinden eingeladen, erklärte Bartscherer. Und obwohl Köln der Sitz zahlreicher muslimischer Verbände und Organisationen ist, engagierte sich von muslimischer Seite lediglich die Ditib in dem Projekt.
Die teilnehmenden Gruppen entsandten ein Mitglied in ein Planungsgremium und formulierten in zähem Ringen den Text. Gemeinsam mit dem Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma unterzeichneten sie 2006 dann feierlich die Charta im historischen Rathaus der Stadt. Mit Absicht habe man das Rathaus als neutralen Ort gewählt, der alle Religionen eine, berichtet Bartscherer. Es war das erste Mal, dass sich die großen drei Religionen in Köln gemeinsam öffentlich zu Wort meldeten und sich für ein friedliches Miteinander einsetzten. “Ich bin zutiefst dankbar, dass durch das Projekt unter uns Vertrauen gewachsen ist”, so Bartscherer.
Schon immer fanden im überwiegend katholisch geprägten Köln die Religionen einen Weg, miteinander auszukommen. Seit Jahrhunderten zieht es christliche Wallfahrer zu den Gebeinen der Heiligen Drei Könige in den Dom, die Stadt hat sehr alte jüdische Wurzeln, außerdem leben hier heute 120.000 Frauen und Männer muslimischen Glaubens. Immer wieder stehen die Religionen im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte: Sei es, dass der Kölner Kardinal Joachim Meisner mit seinen pointierten Positionen für Debatten sorgt; sei es, weil der Neubau eines repräsentativen Moscheebaues massive Proteste rechter Gruppierungen hervorruft, oder sei es, weil um den Standort eines geplanten jüdischen Museums gestritten wird.
Um Konflikten vorzubeugen, gibt es seit 2006 in Köln zweimal im Jahr einen Runden Tisch, den “Rat der Religionen”, wie Dr. Sonja Sailer-Pfister vom Stadtdekanat Köln beschrieb. “Wir wollen die Kommunikation stärken, Missverständnisse klären und ein Krisenmanagement etablieren”, berichtete sie. Vorbild sei dabei ein Modell aus der Partnerstadt Liverpool. Theologische Diskussionen würden nicht geführt, dafür wolle man aber über alle wichtigen Alltagsthemen im Gespräch bleiben und über die Besonderheiten der Gruppierungen informieren. Gemeinsam habe man bereits einen Festkalender aller Religionen erstellt, der auf dem Internetportal der Stadt abzurufen sei. In Planung befinden sich ein Kölner Buch der Religion und ein gemeinsamer Tag der Religion 2009. Auch eine Erklärung gegen Islamophobie möchte man gemeinsam entwerfen, so Sailer-Pfister. “Wir wollen die Ängste der Leute aufgreifen.”
Zu erhitzten Diskussionen hatte zuletzt der geplante Neubau einer repräsentativen Moschee der Ditib im Kölner Stadtteil Ehrenfeld geführt. Zurzeit gebe es etwa 70 Moscheen in Köln, die sich aber fast alle in Häusern und Hinterhöfen befänden, sagte Hannelore Bartscherer. Der Neubau stocke nun angesichts der politischen Debatten, die insbesondere die rechtspopulistische Partei ProKöln angefacht habe. “Wir könnten aus juristischer Sicht die Moschee bauen, aber aus politischen Gründen müssen wir abwarten”, beschrieb es Ditib-Vertreter Hasan Karaca vom Forschungszentrum Religion und Gesellschaft. Es deprimiere ihn, dass die Medienberichterstattung oft Vorurteilen geleitet sei. Wie zuletzt, als eine renommierte Tageszeitung den Bauherren eine angeblich fundamentalistische Innenarchitektur vorgeworfen habe.
Zwei Stunden lang konnten sich der anglikanische Erzbischof Bernard Ntahoturi aus Burundi, die griechisch-orthodoxe Theologin Aikaterini Pekridou, Thomas Yonker aus der US-Kirche Diciples of Christ (Jünger Christi) und Janette Bächtold Ludwig von der lutherischen Kirche Brasiliens, sowie der Stellvertretende Generalsekretär der ÖRK, Georges Lemopoulos und Pfarrerin Sabine Udodesku aus dem Genfer Büro des ÖRK ein genaues Bild der interreligiösen Beziehungen in der Domstadt machen. Die “Lebendigen Briefe” hörten zu, fragten kritisch nach und gaben Tipps.
Erzbischof Ntahoturi erkundigte sich nach dem Platz der afrikanischen Christen und Moslems in der Zusammenarbeit der Kölner Religionen. Sowohl Pfarrer Dr. Martin Bock für die evangelische Seite als auch Hannelore Bartscherer vom Katholikenausschuss bedauerten, dass die afrikanischen Christen bislang kaum ihren Einladungen nach Zusammenarbeit nachgekommen seien und recht isoliert lebten. Afrikanische und arabische Moslems seien hauptsächlich im Zentralrat der Muslime organisiert.
Ntahoturi ging auch auf die Kölner Probleme beim Moscheebau ein und fragte nach, wie der Umgang mit muslimischen Offiziellen sei, die den Christen in ihren Ländern das Beten verbieten wollten. Martin Bock erwähnte die seiner Ansicht nach gute Idee des Kölner Kardinals, von türkischen Offiziellen im Gegenzug für den Kölner Moscheebau die Erlaubnis zu erbitten, ein Pilgerzentrum und eine Pauluskirche in Tarsus in der Türkei zu bauen. Gertrud Casel von der Deutschen Kommission Justitia et Pax sprach sich dagegen aus, Vorbedingungen in anderen Ländern für den Moscheebau in Köln zu stellen. “Wir fordern in Deutschland Religionsfreiheit für alle”, sagte Casel.
Einen Blick über den Tellerrand empfahl Georges Lemopoulos im Kampf gegen Islamophobie. Interessant sei es, darüber mit Christen in muslimischen Ländern zu sprechen. “Es gibt dort erfolgreiche Modelle der Zusammenarbeit, die man kopieren kann – und natürlich auch solche, die man vermeiden sollte”, berichtete der stellvertretende ÖRK-Generalsekretär. Er dankte den Kölnerinnen und Kölnern für ihre Offenheit. Das Thema interreligiöser Dialog stehe weiter ganz oben auf der ÖRK-Agenda.
Autorin: Carmen Molitor arbeitet als freie Journalistin in Köln unter anderem für die Katholische Nachrichtenagentur KNA und den Reader's Digest Deutschland
]]>Mit der Gründung einer ACK Frankfurt wollen die Gründungsmitglieder die bisherige informelle gute Zusammenarbeit in eine neue und verbindliche Form bringen und auch andere Gemeinden und Kirchen dazu einladen.
Zu den Zielen der Unterzeichenden gehört auch, sich als Teil der weltweiten ökumenischen Bewegung verstehen und daran arbeiten die Einheit in Vielfalt der christlichen Kirchen zu stärken.
Zur Vielfalt innerhalb der ACK Frankfurt gehören folgende Kirchen und Gemeinden: Evangelische Kirche in Frankfurt/Main, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, Römisch-katholische Kirche im Bistum Limburg/Lahn, Koptisch-Orthodoxe-Kirche, Mennonitengemeinde Frankfurt/M., Evangelisch Methodistische Kirche, Alt-Katholische Kirche, Schwedische Kirche, Internationaler Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main e.V., Griechisch Orthodoxe Kirche. Als Gastmitglied ist die Freie Evangelische Gemeinde Frankfurt mit dabei.
]]>Die neue Generalsekretärin stammt aus Berg (TG). Sie ist als dipl. Religionspädagogin und Fachjournalistin sowie als Dozentin für interkulturelle Themen tätig.
In einer Zeit grosser gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche möchte Faschon, nach eigenen Angaben, dazu beitragen, dass die Kirche stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werde. Sie wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass die in der Schweiz vertretenen Kirchen in Zukunft aus dem Gemeinsamen heraus handeln und als eine Stimme in der Öffentlichkeit gehört werden. Die Verschiedenheit der Kirchen betrachte sie als einen Reichtum: “Ich bin überzeugt, dass die Kirchen ernster genommen werden, wenn sie sich auf das Gemeinsame besinnen und mit einer Stimme in der Öffentlichkeit auftreten“, so Faschon.
Faschon gehört europaweit zu den wenigen römisch-katholischen Frauen, die einem nationalen Kirchenrat als Generalsekretärin vorsteht. Auch der “Rat der Kirchen in den Niederlanden” hat mit Pfarrerin Ineke Bakker seit zwölf Jahren eine Frau als Generalsekretärin. Die Theologin Ineke Bakker wird allerdings den Rat im Oktober verlassen, um die Leitung der holländischen Stiftung Oikos, einer ökumenische Nichtregierungsorganisation, zu übernehmen. Im Nachbarland Österreich amtierte die katholische Oberin und Professorin Christine Gleixner vom Januar 2000 bis Ende Dezember 2005 als Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ). Zuvor war die Ordensfrau von 1996 bis 1999 stellvertretende Vorsitzende des ÖRKÖ.
Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz ist vor über dreissig Jahren mit dem Ziel gegründet worden, die Zusammenarbeit zwischen den christlichen Kirchen zu fördern. Ihr gehören zurzeit zehn Kirchen und kirchliche Organisationen an. Präsident der AGCK-CH ist derzeit der reformierte Pfarrer Ruedi Heinzer (Spiez).
Weitere Informationen: http://www.agck.ch/
]]>„Für mich ist jetzt die ‚Ökumene der Ehrlichkeit’ an der Reihe. Dies meint insbesondere: Den Tisch des Wortes dürfen wir gemeinsam decken, das Brot des Lebens zu teilen, ist jedoch nicht möglich. Dies gilt es auszuhalten“, erklärte Domkapitular Meier in seiner Predigt.
Als Vorsitzender der ACK- Augsburg dankte Meier den Vertretern sechs verschiedener Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften, die vor 25 Jahren die ACK- Augsburg ins Leben gerufen haben. Er bezeichnete deren Gründer als „Pioniere der Ökumene“.
„Meine Erfahrung in der Arbeit für die ACK hat gezeigt: Einander Jesus, das Wasser des Lebens, zu reichen, ist möglich. Mein Wunsch ist, dass die christlichen Kirchen in Augsburg auch weiterhin für einander Schöpfgefäße sind und es zunehmend werden“, resümierte Meier.
]]>Neben Homeyer unterschreiben auch Repräsentanten der anderen Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im Lande Niedersachsen (ACKN)“ diese Charta. Dazu gehören unter anderem die evangelischen-lutherischen Landeskirchen, orthodoxe Kirchen, Freikirchen und Gemeindebünde. Thema der Feier ist: „Das Licht Christi scheint auf alle“. Die Predigt hält Dr. Margot Käßmann, Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers.
Die Charta Oecumenica wurde von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gemeinsam erarbeitet. Sie ist eine Selbstverpflichtung der beteiligten Kirchen und beschreibt die gemeinsamen Aufgaben der Kirchen im sich vereinigenden Europa. Außerdem enthält sie Leitlinien für die Zusammenarbeit unter den christlichen Religionsgemeinschaften in Europa. Kirchen, die diese Charta unterschreiben, verpflichten sich damit, die Gemeinschaft der christlichen Kirchen in Europa zu vertiefen, aufeinander zuzugehen, gemeinsam zu handeln und miteinander zu beten. Das Dokument hat keinen lehramtlich-dogmatischen oder kirchenrechtlichen Charakter sondern gründet auf der Selbstverpflichtung der europäischen Kirchen und ökumenischen Organisationen.
Die Charta wurde 2001 in Straßburg auf europäischer Ebene und 2003 in Berlin auf deutscher Ebene unterzeichnet und gilt als ökumenischer Meilenstein. Inzwischen haben Kirchen oder nationale Kirchenräte in verschiedenen Ländern die Charta Oecumenica unterschrieben.
Die ACKN wurde 1976 gegründet. Ihr gehören 23 Mitglieder an – weitere drei mit Gaststatus. Gemeinsam mit 15 weiteren ACKs in Deutschland sieht die ACKN ihr Ziel darin, Spannungen zwischen den Kirchen zu beheben, zur Verständigung beizutragen, die weltweite ökumenische Bewegung zu unterstützen und die Einheit der Christen zu fördern.
]]>Dort werden leitende Vertreter der 11 beteiligten Kirchen anwesend sein, darunter der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann. Gastgeber ist der Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, Bischof Axel Noack. Es predigt Bischof em. Walter Klaiber (Evangelisch-methodistische Kirche).
Seit gut 30 Jahren gibt es in Deutschland einzelne regionale Vereinbarungen zwischen Gliedkirchen der EKD und Römisch-Katholischen Diözesen zur wechselseitigen Anerkennung der Taufe. Eine Vereinbarung auf der Ebene der EKD oder der Deutschen Bischofskonferenz gab es bisher nicht. Im Mai 2002 ging vom Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Walter Kardinal Kasper, die Initiative aus, sich in den Bischofskonferenzen mit dem Thema Taufe und mit der ökumenischen Bedeutung der wechselseitigen Anerkennung der Taufe zu beschäftigen und zwischen den Kirchen entsprechende Vereinbarungen zu unterzeichnen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat diese Initiative aus Rom aufgenommen und vorgeschlagen, die wechselseitige Taufanerkennung für den gesamten Bereich der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD anzustreben. Eine Arbeitsgruppe, der auch Vertreter der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (KOKiD), der Evangelisch-methodistischen Kirche (zugleich für weitere Freikirchen) und der Altkatholiken (zugleich für die Anglikanische Kirche) angehörten, erarbeitete einen Text, dem der Rat der EKD und der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz zugestimmt haben.
Folgende Kirchen haben diesem gemeinsamen Text zugestimmt:
- Äthiopisch-Orthodoxe Kirche
- Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland
- Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland
- Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen
- Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
- Evangelische Kirche in Deutschland
- Evangelisch-methodistische Kirche
- Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
- Orthodoxe Kirche in Deutschland
- Römisch-Katholische Kirche
- Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
Der Ökumenische Gottesdienst wird gestaltet von Vertretern der unterzeichnenden Kirchen. Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, wird in den Gottesdienst einführen, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, wird die Festgemeinde mit einer Taufbeauftragung entsenden. Bischof em. Walter Klaiber (Evangelisch-methodistische Kirche) wird die Predigt halten. Für die Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die die Taufanerkennung nicht unterzeichnen, wird Pastor Werner Funck (Mennoniten) ein Grußwort sprechen. Ein Grund für die damit gegebene Zurückhaltung liegt in der theologischen Wertung der Kindertaufe.
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