Archiv der Nachrichten zum Thema 'Ökumene'

Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann und Bischof Martin Schindehütte, Leiter der Auslandsabteilung der EKD, haben in einem gemeinsamen Brief an den Patriarchen der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK), Kirill I., zu Äußerungen von Vertretern des Außenamtes der ROK Stellung genommen. „Mit Verwunderung und großem Unverständnis“, so heißt es in dem Schreiben, nehme man zur Kenntnis, dass „einige Vertreter des Außenamtes der ROK“ die Wahlen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland in Ulm in „unangemessener Weise“ kommentiert haben.

Die Ratsvorsitzende und Bischof Schindehütte stellen dazu fest, dass die unterschiedlichen Auffassungen „bezüglich des geistlichen Dienstes von Frauen in der Kirche Jesu Christi“ bisher „kein Hinderungsgrund für fruchtbare zwischenkirchliche Beziehungen auf bilateraler und multilateraler Ebene“ gewesen seien. Es sei vielmehr „ein christliches Gebot des gegenseitigen Respekts im geschwisterlichen Umgang, Unterschiede im Leben und Glauben unserer Kirchen auszuhalten und um den gemeinsamen Grund zu wissen, wie der Apostel Paulus an die Epheser schreibt: „,Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe‘“, heißt es in dem Brief weiter.

Die „kürzlich eingetretene Entwicklung“ hingegen bedaure die EKD sehr. Das für den 30. November in Berlin geplante Treffen anlässlich der Feiern zum 50-jährigen Jubiläum des Dialoges zwischen EKD und ROK werde leider aufgrund der Absage von Erzbischof Hilarion nicht stattfinden können. Von Seiten der EKD aber, so das Schreiben weiter, sei man an der Fortsetzung des „wichtigen theologischen Dialogs über christliche Zentralfragen“ interessiert und zuversichtlich, dass dieser Dialog in Zukunft weitergeführt werde.

Besuch der Lebendigen Briefe in Indien

21. September 2009 abgelegt unter ÖRK.

(ÖRK) – Ein Team von Kirchenvertretern/innen aus Europa, Lateinamerika, Afrika und Asien wird Kirchen, ökumenischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Indien vom 21.-27. September einen Besuch abstatten.

Im Mittelpunkt der siebentägigen Reise wird das Zeugnis der indischen Kirchen für Frieden und Gerechtigkeit inmitten von Massenarmut, sozialer Ausgrenzung und Gewalt gegen Frauen, Dalits und Christen stehen. Es werden auch Begegnungen mit leitenden Kirchenrepräsentanten/innen, Friedensaktivisten/innen und Vertretern/innen von interreligiösen Friedensinitiativen und Bewegungen der Dalits stattfinden. (weiterlesen…)

GENF – (ÖRK) Der norwegische Theologe und Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit (48) wurde am Donnerstag, 27. August, während der Tagung des Zentralausschusses zum siebten Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gewählt. Tveit ist damit der jüngste Generalsekretär seit Willem A. Visser ‘t Hooft, der während der Aufbaujahre und bei der Gründungsvollversammlung vor 61 Jahren an der Spitze des ÖRK stand. (weiterlesen…)

FRANKFURT – (APD) Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat ab 1. Juli mit der römisch-katholischen Theologin Dr. Elisabeth Dieckmann eine neue Geschäftsführerin. Sie tritt die Nachfolge von Pfarrerin Barbara Rudolph an, die als Oberkirchenrätin in die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland berufen wurde. Dieckmann stammt aus Löhne/Westfalen, studierte Katholische Theologie und Anglistik in München sowie Münster und promovierte 1995 mit einer Arbeit über den evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg. Neun Jahre war sie Geschäftsführerin der ACK in Bayern. 2006 übernahm sie die Geschäftsführung des Diözesanrates der Erzdiözese München und Freising. (weiterlesen…)

GENF – Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) bedauert in einer Pressemeldung die Weitergabe einer Kandidatenliste für das Amt des Generalsekretärs. Der Rat selbst habe keinerlei Namen publik gemacht und könne die Richtigkeit der Liste nicht bestätigen, erklärte der Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, Walter Altmann, in Genf. “Ecumenical News International” (ENI) hatte im Mai eine Liste mit sechs Kandidaten veröffentlicht, die für die Nachfolge von Rev. Dr Samuel Kobia in Frage kommen.
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