Was macht ein russischer Gastarbeiter, der am Internationalen Frauentag zuhause anrufen will und sich seiner geliebten Frau nicht verständlich machen kann, weil ihm die Zähne ausgefallen sind? Der in Russland geborene und seit 2000 in Israel lebende Regisseur entwickelt daraus eine Geschichte voller Humor. Die Jury bewertete vor allem das positive Ende hoch: „In einem verfahrenen Moment schafft er es, durch eine überraschende Aktion gemeinsam mit seiner Frau am Telefon zu lachen. Erfrischend, human und liebevoll – ein Erstlingswerk, das überzeugt.“
Dem Thema Krieg und dessen Folgen widmeten sich zwei Filme, die die Jury mit einer Lobenden Erwähnung bedachte:
We Will Win (Wir werden gewinnen) von Mahmoud Hojeij, Libanon 2006
Nach Ansicht der Jury eine „entlarvende Allegorie des arabisch-israelischen Konfliktes, realisiert mit einfachsten Mitteln.“
Ebenso eindrucksvoll fand die Jury den Film Nemam ti sta rec’ lijepo (Ich habe dir nichts Nettes zu sagen) von Goran Devic, Kroatien 2006.
Die Jury stellte fest: „Der Film stellt sich durch seine schonungslose Bestandsaufnahme den Verdrängungsprozessen in einer kroatischen Kleinstadt der Nachkriegszeit entgegen. Solange keine Auseinandersetzung mit der Wahrheit stattfindet, kann es in dem Ort nicht hell werden.“
Mitglieder der Jury waren:
Frauke Baymann (Frankreich), Bernd Durst (Deutschland), Lucienne Lanaz (Schweiz), Julia Laggner (Österreich), Eberhard Streier (Deutschland)