Archiv der Nachrichten zum Thema 'Hilfswerke'

STUTTGART – Nach Einschätzung der evangelischen Entwicklungshilfeorganisation “Brot für die Welt” ist der G 8-Gipfel in Japan doppelt gescheitert. “Die selbsternannten Weltführer speisen uns mit Absichtserklärungen ab, wo wir kurzfristig wirksame Maßnahmen und langfristig überzeugende Visionen erwartet haben, um den Tsunami aus Hunger und Klimawandel zu bewältigen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Armen”, kritisiert Thomas Hirsch, Klimaexperte bei “Brot für die Welt”. Die Klima- und Hungerkrise werde so weitere Millionen von Opfern kosten, warnte er.

Die gemeinsame Erklärung zu Klimawandel und Energiesicherheit, auf die sich die G 8-Staaten und die wirtschaftlich schnell wachsenden Staaten Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Südkorea, Mexiko und Südafrika heute geeinigt haben, bleibt nach Ansicht der Organisation sogar noch deutlich hinter der eigentlichen Abschlusserklärung der G 8 zurück, weil jegliche Konkretisierung fehle. “Das zeigt, dass es unter den Wirtschaftsmächten an Ernsthaftigkeit, Entschlossenheit und Vertrauen fehlt. Die G 8, die allein fast zwei Drittel der Treibhausgase zu verantworten haben, werden ihrer Vorbild- und Führungsrolle nicht gerecht”, heißt es weiter.
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AACHEN – Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit bahnt sich an der Ostküste Sri Lankas eine humanitäre Katastrophe an, weil sich dort Zehntausende von Menschen auf der Flucht vor dem eskalierenden Bürgerkrieg befinden. Das berichtete das “Bündnis Entwicklung hilft”, ein Zusammenschluss der Hilfswerke Brot für die Welt, Deutsche Welthungerhilfe, medico international, MISEREOR und terre des hommes, am Dienstag in Aachen. Die Kämpfe zwischen der srilankischen Armee, den Rebellen der LTTE und der von ihnen abgespaltenen Karuna-Gruppe sind außer Kontrolle geraten.

Fast 160.000 Menschen suchen seit zwei Wochen in der Stadt Batticaloa Schutz. Mehr als die Hälfte von ihnen campiert auf Straßen, Plätzen oder freiem Feld. Viele hungern und haben keine medizinische Versorgung. “Die internationale Gemeinschaft muss endlich etwas gegen diese absehbare Katastrophe unternehmen und Druck auf die Regierung Sri Lankas ausüben”, forderte der Südasien-Koordinator von medico international, Thomas Seibert, im Namen des Bündnisses.
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