Archiv der Nachrichten zum Thema 'Frieden'

ARNOLDSHEIN – Der „Arbeitskreis Friedenstheologie von Church and Peace und Internationaler Versöhnungsbund/Deutscher Zweig“ fordert anlässlich einer ökumenischen Konsultation in Arnoldshain, die Kirchen sollen „ohne den Schutz von Waffen solidarisch mit den Schutzlosen werden“. Damit begegnet der Arbeitskreis einem Dokument der ÖRK zur innerhalb der UN diskutierten “Schutzpflicht” gegenüber bedrohten Bevökerungen.

In dem auf seiner Vollversammlung 2006 in Porto Alegre beschlossenen Dokument des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) wird ausführlich die Priorität der Prävention von Konfikten betont, darüber hinaus jedoch militärische Gewaltanwendung gebilligt. Kirchen sollen die internationale Gemeinschaft „aktiv zur Intervention zu humanitären Zwecken aufrufen“ (Punkt 18). Einer genuin gewaltfreien Haltung wird zwar Achtung und Respekt (Punkt 4 und 14) bekundet, angesichts der ausdrücklichen Legitimation und sogar Forderung des Einsatzes militärischer Gewalt bleibt dies jedoch folgenlos.

Aus Sorge, dass hier mit Versatzstücken der Lehre des gerechten Krieges erneut militärische Gewaltanwendung kirchlich legitimiert wird, formulierte der Arbeitskreis Friedenstheologie in Arnoldshain (16.-18.11.07) eine Stellungnahme. Darin wird der behaupteten militärischen „Schutzpflicht“ die Bereitschaft „für Christus zu leiden“ gegenübergestellt. Hier die Stellungnahme im Wortlaut.
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ÖRK – Vom 15.-23. September werden kirchliche Führungspersonen und Gemeinden in New York, Philadelphia, Washington, D.C., und New Orleans einem internationalen ökumenischen Team auf Besuchsreise in den Vereinigten Staaten über ihre Erfahrungen mit einem von Gewalt geprägten Umfeld berichten. Die aus Südafrika, dem Libanon, Pakistan und Brasilien stammenden Teammitglieder sind beauftragt, die Solidarität der Kirchen weltweit mit den US-amerikanischen Kirchen zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig wollen sie sich über deren Friedensarbeit im Zusammenhang mit städtischer Gewalt und Schusswaffenproblematik sowie dem Irakkrieg und zur Friedensstiftung in örtlichen Gemeinschaften informieren.

Der Besuch der Gruppe “Lebendige Briefe” findet im Rahmen der Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001-2010) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) statt, die Alternativen zur Gewalt fördern will. (weiterlesen…)

(ÖRK) – Nach 40 Jahren Besetzung ist Frieden in Palästina und Israel dringend notwendig. Um dies zu unterstreichen, veranstalten der Ökumenische Rat der Kirchen sowie Mitgliedskirchen und kirchliche Organisationen anlässlich des diesjährigen Jahrestag des Krieges zwischen Arabern und Israelis im Jahre 1967 vom 3.-9. Juni 2007 eine Woche mit Gebeten, Seminaren und Fürsprachearbeit. Damit wollen sie das Bewusstsein in Kirchen und in der Zivilgesellschaft schärfen und den Regierungen die Notwendigkeit neuer Bemühungen vor Augen halten, den Konflikt zu beenden und eine gerechte Lösung auszuhandeln.

Teilnehmende von Australien bis Schweden, von Kanada bis Südafrika veranstalten Friedensmärsche, werden bei ihren Regierungen vorstellig oder halten öffentliche Foren ab. Zum Auftakt der Woche findet am Sonntag, dem 3. Juni, in Jerusalem ein ökumenischer Gottesdienst statt.
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BAD VILBEL – Die Durchsuchungsaktion der Büros linker Gruppierungen, Buchläden und Kulturzentren durch fast eintausend Polizisten im Auftrag der Bundesanwaltschaft nach § 129 a – Bildung einer terroristischen Vereinigung – ist nach Umfang und Begründung eine Überreaktion und Einschüchterung des Staates im Vorfeld der geplanten breiten Proteste.

pax christi distanziert sich von allen Formen der Gewaltanwendung zur Durchsetzung politischer Ziele. Die Bundesanwaltschaft verfolgt mit Recht rund 40 Anschläge zwischen 2005 und 2007. Aber wir fragen nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel und haben Sorge, dass hier mit der Keule des Terrorismusvorwurfs die gesamte Protestbewegung getroffen werden soll.
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(ÖRK) – Als eine „nicht müde werdende, glaubwürdige und aufgeklärte Stimme für den Frieden“ bezeichnete der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfr. Dr. Samuel Kobia, den deutschen Physiker und Philosophen Prof. Dr. Carl Friedrich von Weizsäcker in einem gestern veröffentlichten Nachruf.

Von Weizsäckers Tod im Alter von 94 Jahren war am 28. April bekannt gegeben worden.
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