
18. April 2008 abgelegt unter Freikirchen.
KASSEL – Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat eine neue Leitungsspitze. Auf der Mitgliederversammlung am 16. April in Kassel wurde die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, Rosemarie Wenner (Frankfurt), zur neuen Präsidentin gewählt, Stellvertreter wurde der Baptistenpastor Friedrich Schneider (Oldenburg), der zur Bundesgeschäftsführung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) gehört. Dem insgesamt fünfköpfigen Vorstand gehören ferner der neue Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), der Bundessekretär des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Hartmut Knorr (Erzhausen), und der Leiter der Heilsarmee in Deutschland, Kommandeur Horst Charlet (Köln), an.
Das neue Leitungsgremium übernimmt die Amtsgeschäfte zum 1. Juli. Nur Bischöfin Wenner gehörte auch dem bisherigen Vorstand an. Der bisherige Präsident, der Baptistenpastor Siegfried Großmann (Seesen), und die Vorstandsmitglieder Ingolf Ellßel (Tostedt), Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, der frühere Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden, Werner Funck (Enkenbach), und der frühere Präses des Bundes Freier evangelischen Gemeinden, Peter Strauch (Witten), traten nicht mehr an, weil sie – bis auf Ellßel – innerhalb ihrer jeweiligen Freikirche keine Leitungsämter mehr bekleiden. Auch Ellßel will im Laufe dieses Jahres sein Amt als Präses aufgeben.
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20. März 2008 abgelegt unter Frieden, Mennoniten.
BAMMENTAL – In der Nacht vom 19. auf den 20.3.2003 feuerten die USA 40 Marschflugkörper auf den Irak ab. Ziel war nach Angaben der Amerikaner ein Aufenthaltsort Saddam Husseins. Damit begann der Angriffskrieg der USA auf den Irak. Keiner der öffentlich genannten Kriegsgründe war stichhaltig. Vielmehr sind die schlimmsten Befürchtungen der Kriegsgegner eingetroffen, was die Destabilisierung des Nahen Ostens, die Missachtung von Menschenrechten, die Zahl militärischer und ziviler Opfer, die Kriegskosten betrifft.
Im Januar 2003 trafen sich Vertreter von “Connection e.V.”, “Stop the War Brigade” und “Deutschem Mennonitischen Friedenskomitee”, um angesichts der wachsenden Kriegsdrohungen die Lage zu beraten. Es ging besonders um die Frage, wie dem zu erwartenden Beratungsbedarf von US-Soldaten, die aus dem Militär aussteigen wollten, sinnvoll begegnet werden sollte. So wurde Military Counseling Network (MCN) neu gegründet. MCN hat in inzwischen fünf Jahren hunderte von Soldaten beraten und einigen Dutzend den Ausstieg ermöglicht.
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6. März 2008 abgelegt unter Freikirchen, Ökumene.
HAMBURG / NIDDATAL – Von 1997 bis 2007 war der Theologe Dr. Klaus Peter Voß (Niddatal) als freikirchlicher Referent in der Ökumenischen Centrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Frankfurt am Main tätig. Über diese zehn Jahre war er als Werber für die Ökumene und als Vermittler freikirchlicher Theologie und Praxis unterwegs. Nun hat er in einem Buch Bilanz gezogen. Es heißt „Ökumene und freikirchliches Profil – Beiträge zum zwischenkirchlichen Gespräch“ und ist in der Reihe „Beiträge zur Freikirchlichen Theologie“ im Hamburger WDL-Verlag erschienen. Mit dem Buch, in dem er zahlreiche seiner Vorträge und Aufsätze dokumentiert, will Voß „das ökumenische Gespräch mit den Freikirchen und das Gespräch in den Freikirchen über die Ökumene profilieren und vertiefen“, schreibt er im Vorwort. Voß ist der Überzeugung, dass es zu einem wachsenden ökumenischen Miteinander keine Alternative gibt, auch für die mehr evangelikal geprägten Freikirchen.
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12. Februar 2008 abgelegt unter Freikirchen, Frieden, Mennoniten.
BERLIN – (APD) Gegen mehr Kampftruppen der Bundeswehr in Afghanistan hat sich die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) und das Mennonitische Friedenszentrum Berlin gewandt. In einem offenen Brief an die deutsche Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages vertreten der VEF-Beauftragte am Sitz der Bundesregierung, Pastor Peter Jörgensen, und die Leiterin des Friedenszentrums, Pastorin Martina Basso, die Ansicht, dass die Not der Menschen in Afghanistan durch das militärische Eingreifen der NATO nicht gelindert worden sei. Der zivilgesellschaftliche Aufbau gelinge nur in ganz vereinzelten Ansätzen und das Vertrauen der Menschen schwinde zusehends. “Die Aufstockung von Kampfverbänden führt nicht dazu, den Menschen eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten.” Ohne diese Perspektive werde es schier unmöglich für die Dorfältesten und Stammesführer, junge Männer davon abzuhalten, sich unter anderem in Pakistan zu Taliban-Kämpfern ausbilden zu lassen.
“In einem Land, das jahrzehntelang von Gewalt und Krieg erschüttert wurde, ist eine nochmalige Erhöhung der Truppenstärke und Waffenarsenale kontraproduktiv, weil es keine schnelle Gewalt-Lösung geben kann”, betonen Jörgensen und Basso. Vielmehr werde die Gewaltspirale weiter hochgeschraubt, so dass sie “in ähnliche Ausweglosigkeiten wie im Irak” führen könne. Die Verfasser es offenen Briefes begrüssten, dass Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) die Forderung zurückgewiesen hat, Bundeswehreinheiten zu Kampfeinsätzen in den Süden Afghanistans zu schicken. Sie bitten die Bundesregierung, bei diesem Nein zu bleiben und die Anfrage der NATO nach zusätzlichen Kampftruppen abzulehnen. Notwendig sei eine Überprüfung des bisherigen Afghanistan-Engagements und die Verlagerung der Aktivitäten auf die zivile Konfliktbearbeitung.
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11. Dezember 2007 abgelegt unter Freikirchen, Ökumene.
MÜNCHEN – Auf dem 2. Ökumenische Kirchentag vom 12. bis 16. Mai 2010 in München sollen strittige dogmatische Fragen benannt und angegangen werden. Doch Lösungen werden von dem Treffen kaum erwartet. Das wurde bei der konstituierende Sitzung des Gemeinsamen Präsidiums am 30. November in München deutlich. Dem 43 Personen zählenden Gremium gehört auch eine Baptistin an, nämlich Irmgard Stanullo (Nürnberg). Sie ist die Delegierte der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Ihr Platz im Präsidium wurde von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) zur Verfügung gestellt, die drei Delegierte entsenden kann. Neben Stanullo sind dies für die orthodoxen Christen der Erzpriester Konstantin Miron (Brühl) und für die kleineren kirchlichen Gemeinschaften die ACK-Geschäftsführerin Barbara Rudolph (Frankfurt am Main). Wie es hieß, soll der Ökumenische Kirchentag 2010 geprägt sein von der Liebe als Mitte des Christentums. Das Leitwort und Themen wird das Präsidium 2008 beschließen.
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