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	<title>Ökumene-Nachrichten &#187; Methodisten</title>
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	<description>Ökumenische Nachrichten und Berichte über Kirche, Christsein und Religion</description>
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		<title>F&#252;hrender nigerianischer Methodist leitet zwischenkirchliche Gruppe f&#252;r die Konzeption einer &#8220;polyzentrischen&#8221; &#246;kumenischen Bewegung</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 10:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oekumene-Nachrichten.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methodisten]]></category>
		<category><![CDATA[Ökumene]]></category>

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		<description><![CDATA[BOSSEY &#8211; Der methodistische Erzbischof Michael Kehinde Stephen aus Nigeria ist zum Vorsitzenden des Fortsetzungsausschusses f&#252;r &#214;kumene im 21. Jahrhundert gew&#228;hlt worden. Diese Gruppe hat den Auftrag, Initiativen im Rahmen der globalen Bem&#252;hungen um christliche Einheit zu ermutigen und einen &#220;berblick herzustellen. Alle vierzehn Mitglieder best&#228;tigten die Wahl auf der ersten Tagung des Ausschusses vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BOSSEY &#8211; Der methodistische Erzbischof Michael Kehinde Stephen aus Nigeria ist zum Vorsitzenden des Fortsetzungsausschusses f&#252;r &#214;kumene im 21. Jahrhundert gew&#228;hlt worden. Diese Gruppe hat den Auftrag, Initiativen im Rahmen der globalen Bem&#252;hungen um christliche Einheit zu ermutigen und einen &#220;berblick herzustellen. Alle vierzehn Mitglieder best&#228;tigten die Wahl auf der ersten Tagung des Ausschusses vom 18. bis 20. November in Bossey, Schweiz, im Konsens.<br />
<span id="more-93"></span><br />
Erzbischof Stephen war bereits bei zwei fr&#252;heren Konferenzen aktiv, die zur Einrichtung des Fortsetzungsausschusses f&#252;hrten: einer Konsultation 2003 in Antelias, Libanon, zur &#8220;Neugestaltung der &#246;kumenischen Bewegung&#8221; und einer Konsultation mit 106 Teilnehmenden Ende 2004 in Chavannes-de-Bogis, Schweiz, zu &#8220;&#214;kumene im 21. Jahrhundert&#8221;.</p>
<p>Ein Alphorn-Quartett hie&#223; den Ausschuss im &#214;kumenischen Institut in Bossey willkommen. W&#228;hrend der Er&#246;ffnungsandacht erinnerten die Kl&#228;nge der Alpeninstrumente ebenfalls an den Schweizer Kontext f&#252;r diese Zusammenkunft christlicher F&#252;hrungspersonen aus sechs Teilen der Welt. In der Gruppe sind Orthodoxe, Katholiken, Anglikaner, Protestanten und Pfingstkirchen vertreten wie auch christliche Jugendorganisationen, regionale &#246;kumenische Organisationen, weltweite christliche Gemeinschaften, nationale Kirchenr&#228;te sowie Nothilfe- und Entwicklungseinrichtungen.</p>
<p>Georges Lemopoulos, stellvertretender Generalsekret&#228;r des &#214;kumenischen Rates der Kirchen (&#214;RK), stellte fest, dass der Prozess, der von Antelias nach Bossey gef&#252;hrt hat, vom &#214;RK zwar unterst&#252;tzt, aber nicht kontrolliert werde. In den vergangenen Jahren, so Lemopoulos, &#8220;haben wir uns tats&#228;chlich davon gel&#246;st, den &#214;RK als zentrales, privilegiertes Instrument der &#246;kumenischen Bewegung zu betrachten, und uns auf die Vision einer polyzentrischen Bewegung zubewegt&#8221;. Der Rat habe sich um neue und erneuerte Partnerschaften mit evangelikalen Gemeinschaften und Pfingstkirchen wie auch mit der r&#246;misch-katholischen Kirche bem&#252;ht, und dies in einer Weise, &#8220;die gepr&#228;gt ist von einem Geist der Gegenseitigkeit und Zusammenarbeit, von einer Praxis miteinander geteilter Aufgaben und Ressourcen, von einer gemeinsamen Politik des Verzichts auf Wettbewerb und auf das Abstecken von Einflussbereichen&#8221;. Lemopoulos bezeichnete diesen Prozess als &#8220;eine gemeinsame Reise&#8221;, auf der der &#214;RK administrative Hilfe leisten wolle, indem er f&#252;r Koh&#228;renz und Effizienz sorge.</p>
<p>Robina Winbush, Mitglied des &#214;RK-Zentralausschusses, vertrat ebenfalls die Ansicht, der Rat habe nicht den Wunsch, &#8220;Zentrum oder Kontrollstelle&#8221; f&#252;r neue Initiativen auf dem Weg zur Einheit in Christus zu sein. &#8220;Wir besch&#228;ftigen uns hier nicht mit Fragen institutionellen &#220;berlebens&#8221;, meinte sie, &#8220;sondern wir versuchen zu definieren, was m&#246;glich ist. Ich bete daf&#252;r, dass wir auf diese Weise auch Klarheit &#252;ber die Zukunft der Institutionen gewinnen.&#8221;</p>
<p>Rudolf von Sinner von der Theologischen Hochschule in São Leopoldo, Brasilien, wies darauf hin, dass das griechische Wort pistis sowohl &#8220;Glaube&#8221; als auch &#8220;Vertrauen&#8221; bedeuten kann. Indem Christen gegenseitig anerkennen, dass sie an den einen Gott glauben, k&#246;nnen sie &#8220;es wagen, einander zu vertrauen. Das macht uns verletzbar, ist aber der einzige Weg, um sinnvolle Beziehungen aufzubauen.&#8221; Neben Vertrauen hob er auch die Notwendigkeit &#8220;konkreter Ziele&#8221; hervor, &#8220;von der praktischen Zusammenarbeit &#252;ber die St&#228;rkung von Beziehungen zwischen Gemeinden bis hin zum Engagement f&#252;r eine gerechtere, demokratischere und friedlichere Welt&#8221;.</p>
<p>Mehrere Ausschussmitglieder berichteten &#252;ber das Globale Christliche Forum, das uml&#228;ngst in Limuru, Kenia, zusammengekommen war. Diese Veranstaltung habe Christen und Christinnen aus einem ungew&#246;hnlich breiten Spektrum von Traditionen erm&#246;glicht, ein gemeinsames Terrain f&#252;r Dialog und Zusammenarbeit zu entdecken.</p>
<p>Der Fortsetzungsausschuss formulierte eine Reihe von Empfehlungen institutioneller Natur, die dem &#214;RK-Zentralausschuss auf seiner Tagung im Februar 2008 vorgelegt werden sollen. So schlug er u.a. vor, dass verschiedene Organisationen eine erweiterte Versammlung zum Zeitpunkt der 10. &#214;RK-Vollversammlung 2013 planen sollten. Dadurch w&#252;rde zahlreichen christlichen Organisationen die M&#246;glichkeit gegeben, &#8220;im eigenen Haus&#8221; anstatt &#8220;als G&#228;ste&#8221; zusammenzukommen. Entsprechend sollte die Planung von &#214;RK-Gesch&#228;ftssitzungen getrennt von der Planung gemeinsamer Aktivit&#228;ten, einschlie&#223;lich Gottesdiensten, vorgenommen werden.</p>
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