„Nicht der, welcher Visionen hat, muss zum Arzt. Sondern der, welcher keine hat, wird Mühe haben durchs Leben zu finden“, so Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) bei der Pressekonferenz im Osnabrücker Theater. „Wir verbinden die Worte „Vision“ und „Visionär“ mit konkreten Projekten, welche die Gesellschaft heller und weiter machen.“ Daher wundert es nicht, dass die Kampagne keine Models zeigt, sondern authentische Menschen, wahre Geschichten aus dem kirchlichen Umfeld. Keine Fiktion, nicht geschönt, sondern ehrlich und wahrhaftig.
Sechs Protagonisten – fünf Visionen
„Du führst uns hinaus ins Weite“ so lautet das Motto des Katholikentags. „Diese Weite ist kein Paradies konfliktfreier Harmonie“, sagte ZdK-Präsident Meyer, „sie ist ein Aufruf zu einer Weltverantwortung, die sich nicht auf das Lamentieren verlegt, sondern Gottes gute Welt bewahren und erneuern will“. Dafür braucht es engagierte Menschen mit einer Vision – so wie die junge Journalistin Susanne Dietmann. Ihre Vision: „Stummen eine Stimme geben – Susanne Dietmann setzt sich für eine unabhängige Medienlandschaft in Afrika ein – für Menschenrechte, Demokratie und Glaubensfreiheit“. Susanne Dietmann ist eine der sechs Visionäre der bundesweiten Werbekampagne. Ihre beruflichen Fähigkeiten möchte sie für die Entwicklungsarbeit in Afrika einsetzen.
Die Geschäftsstelle des Katholikentags hatte deutschlandweit nach „Visionären“ gesucht und nach einem Auswahlverfahren in Kooperation mit der Werbeagentur diffus die Protagonisten ausgewählt. Marlies Wolf, eine weitere Visionärin, baut zusammen mit der kirchlichen Wohnbaugesellschaft Stephanswerk ein Haus, in dem Senioren in eigenen Appartements gemeinsam alt werden können. Mathias Kaps von der Fokolarbewegung arbeitet in Solingen für die Initiative „Stark ohne Gewalt“. Junge Menschen werden befähigt, Aggression und Gewalt in positives Engagement umzuwandeln. Alois Plüster ist Umweltpädagoge und arbeitet mit der Katholischen Landjugend Bewegung für ein Solarprojekt in Peru. Teresa und Johanna Juchem sind Zwillinge und haben ihre eigene Vision vom Leben in dieser Welt.
Visualisierung des Leitwortes
Die büro diffus GmbH aus Stuttgart entwickelte zum dritten Mal in Folge sowohl das Corporate Design als auch die Werbekampagne für das große Christentreffen. „Mit unserer Kampagne wollen wir Menschen den Anstoß geben, sich mit der Gesellschaft und Ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, um Wege in eine bessere Zukunft zu finden“, erläuterte Holger Pfeifle, Geschäftsführer der büro diffus GmbH. Zur optimalen Visualisierung der Leitidee, steht die Hauptperson des Plakates in sich ruhend, mit geschlossenen Augen, vor einem strahlend weißen Hintergrund im Mittelpunkt des Plakates. Sie wird umgeben von weiteren Personen, die Gemeinschaft und Dialog symbolisieren. Der weiße Hintergrund und die Überstrahlung unterstützen den Eindruck der Weite und Freiheit der Gedanken. Durch die Unschärfe in Vorder- und Hintergrund rückt der Visionär in den Mittelpunkt des Betrachters. Des Weiteren hält er seine jeweilige Vision in den Händen, wobei die Schrift dabei individuell, handgemacht und persönlich ist.
Jahrhundertereignis für Osnabrück
Ab sofort sind Einladungsprospekte mit den Motiven der Kampagne in der Osnabrücker Geschäftsstelle erhältlich. Ab Oktober 2007 wird es drei verschiedene Plakatmotive geben, die dann im Januar 2008 bundesweit an alle katholischen Pfarreien verschickt werden. Die Pfarreien des Bistums Osnabrück haben bereits mit den organisatorischen und den inhaltlichen Vorbereitung begonnen. „Wir spüren, wie das gemeinsame Ziel des Katholikentags uns öffnet für die Gastgeberrolle, uns öffnet für eine Zukunftsgestaltung von Kirche und Gesellschaft, uns öffnet für Gott und die Menschen“, so der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode in seiner Erklärung. Dieses „Jahrhundertereignis für das Bistum Osnabrück“ gehe einher mit einer „Horizonterweiterung, die allen gut tue“, sagte der Bischof. „Ich staune und freue mich über das große Interesse in der ganzen Diözese“.
]]>„UnVerschämt nah“ zeige sich Gott, so Pfarrer Herbert Großarth bei seiner Kurzpredigt während der Eröffnungsveranstaltung in der Ruhpoldinger Eishalle: „Nicht droben über`m Sternenzelt weit weg und unerreichbar. Da ist Gott im Kind in der Krippe und im Mann am Kreuz. Auf die Idee hat keiner kommen können. Gottes Clou – in unseren Herzen will er wohnen, näher und intimer geht`s nicht mehr!“
Neben der Präsentation des diesjährigen SPRING-Songs „UnVerschämt“ von Martin Pepper, musikalischen Beiträgen von Danny Plett mit Band, Daniela Plate und André Schulz hatten sich die Organisatoren eine Aktion ausgedacht, die mit guter Vorbereitung eindrucksvoll funktionierte: Alle Teilnehmer bekamen Tee und Plätzchen und waren damit Teil einer großen Tea-Time der „SPRING-Familie“ Premium-Austeiler dabei waren Hartmut Steeb, der 1. Vorsitzende von SPRING, und Andreas Hallweger, 1. Bürgermeister von Ruhpolding.
Nach den Andachtsangeboten am Dienstag Morgen „UnVerschämt direkt“, „UnVerschämt anregend“ und „UnVerschämt entspannend“ konnten bei der Bibelarbeit „UnVerschämt emotional“ die Besucher im Kurhaus Sorgen abgeben. So waren sie eingeladen ihre Sorgen auf Zetteln zu notieren, an einem aufgestellten Kreuz abzulegen und auf eine biblische Ermutigung zu hören.
Mit mehr als 400 unterschiedlichen Veranstaltungen will das GemeindeFerienfestival SPRING, zum 5. Male in Ruhpolding, die Teilnehmer in altersgemäßen Formen zu einem offensiven und einladenden Lebensstil ermutigen.
Von den mehr als 3.000 Teilnehmern sind 1.150, also 40%, unter 18 Jahren. Das Durchschnittsalter aller Teilnehmer ist 31 Jahre, davon sind 218 Teilnehmer bis 6 Jahre und 266 Teilnehmer über 55 Jahre alt. Wenigstens bei SPRING, so Hartmut Steeb, stimme die Bevölkerungspyramide. „Bei uns könnten sich die Familienpolitiker in Bund, Land und Kommunen einmal hier orientieren, was für eine zukunftsträchtige Familien- und Bevölkerungspolitik dran wäre.“
329 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind während der Tage ehrenamtlich im Einsatz als Programmbeteiligte, insbesondere in den Kindergruppen, im Ordner und Servicebereich, als Seelsorger und Berater und davon 74 als Mitwirkende (Künstler, Referenten) auf den Bühnen und Podien.
Der Jahresetat des Unternehmens beträgt ca. 550.000 Euro. Davon gehen etwa 50% des Umsatzes in die Unterbringung und Verpflegung und 50% in die Organisation, Durchführung des Programms, Mitarbeiterkosten und Werbung.
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