
2. Februar 2008 abgelegt unter Evangelisch.
HANNOVER – Diakonie sei die “Signatur jeder christlichen Gemeinde, das Wasserzeichen der Getauften”, so der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, in seinem Grußwort beim Jahresempfang des Diakonischen Werkes der EKD am 1. Februar. In der Diakonie lasse sich der gelebte christliche Glaube erkennen.
“Nach Jahren, in denen viele darauf setzten, dass allein schon Rechtsansprüche gegen den Staat Gerechtigkeit schaffen, nach Jahrzehnten, in denen wir in der professionellen und refinanzierten Wohlfahrtsdiakonie eine Hauptakteurin für alle Problemlösungen sahen, spüren wir heute deutlich: So wichtig das alles ist – wir brauchen doch zugleich noch etwas anderes als gute Gesetze und professionelle Dienstleistungen. Wir brauchen den Zusammenklang von Glauben und Liebe.” Bei der Veranstaltung in der St. Elisabethkirche in Berlin, die zugleich den Auftakt zum Wichernjahr 2008 bildete, rief Huber dazu auf, “in Wicherns Geist ein Neues zu wagen” und das Verhältnis von Kirche und Diakonie neu zu bestimmen.

7. Januar 2008 abgelegt unter Allianz, Ökumene.
BAD BLANKENBURG – Mit Gottesdiensten und Auftaktveranstaltungen begann an Dreikönig die 162. Allianz-Gebetswoche in Deutschland. Während dieser zentralen Veranstaltungsreihe treffen sich weltweit Christen aus unterschiedlichen Kirchen, Gruppen und Gemeinschaften, um eine Woche lang jeden Abend miteinander zu beten. An jedem Veranstaltungstag werden grundlegende biblische Texte ausgelegt unter dem Motto „Weil er (Jesus) lebt“. In Deutschland sind die 1.100 örtlichen Allianz-Gruppen Träger dieser Aktion.
An dem Tag, an dem sich Politiker aller großen Volksparteien mit ihren Parteimitgliedern zu Klausurtagungen trafen, um den Kurs für das eben begonnene Jahr 2008 abzustimmen, treffen sich Christen in der Allianz-Gebetswoche, um sich auf Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde auszurichten. „Die Deutsche Evangelische Allianz ist die echte Alternative zur Katerstimmung nach Silvester und zum Katzenjammer dieser Welt“, so der Generalssekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart).
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27. August 2007 abgelegt unter Evangelisch, Ökumene.
HAMBURG – Eine präzise Beschreibung bestehender Differenzen sei der erste Beitrag zu einer Ökumene der Profile, erklärt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, am Samstag vor dem Rittertag des Johanniterordens in Hamburg. Zu der ökumenischen Bewegung, die er sich erhoffe gehöre außerdem, dass die Kirchen gemeinsam, aber in ihrer Unterschiedenheit nach außen wirken und gemeinsam ihre Spiritualität entdecken. Der Ratsvorsitzende gab in Hamburg eine Standortbestimmung im Rückblick auf die jüngste Äußerung des Vatikans und im Ausblick auf die 3. Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu Anfang September.
Die Diskussion ist nach Ansicht von Wolfgang Huber noch in vollem Gange, wie die jüngste Wiederholung früherer Aussagen der Glaubenskongregation im Vatikan, die protestantische Kirchen seien nicht “Kirchen im eigentlichen Sinn” in der ökumenischen Entwicklung zu bewerten sei: “Die Frage, welches Bild vom ökumenischen Miteinander der Kirchen dem zu Grunde liegt und welches Bild wir als evangelische Kirche dem entgegenzusetzen haben, drängt sich unweigerlich auf.” Wolfgang Huber will allerdings keine Fixierung der ökumenischen Bewegung auf die “auf die letzte Wendung im Gespräch mit der römisch-katholischen Kirche”. (weiterlesen…)

12. Juli 2007 abgelegt unter Evangelisch, Katholisch.
GENF (LWI) – Mit Bestürzung und Enttäuschung hat der Lutherische Weltbund (LWB) auf die von der römisch-katholischen Kongregation für die Glaubenslehre veröffentlichten „Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche“ reagiert. In dem Dokument hatte die vatikanische Glaubenskongregation in dieser Woche für römisch-katholische TheologInnen festgelegt, dass der Titel „Kirche“ nicht auf christliche Gemeinschaften Anwendung finden soll, wie beispielsweise für den LWB und seine Mitgliedskirchen.
In seiner Erklärung betonte LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko, dass lutherische Kirchen das Kirchenverständnis und die Darstellung der gelebten Glaubenswirklichkeit, wie sie in den „Antworten“ beschrieben seien, nicht akzeptieren könnten. „Wir verstehen uns als Kirche im vollen Sinn, in der das Evangelium auf rechte Weise gepredigt und die Sakramente auf rechte Weise verwaltet werden“, so Noko.
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26. Juni 2007 abgelegt unter Evangelisch.
LUND – „Beim Aufbau ökumenischer Einheit müssen wir nicht Konvergenz anstreben. Wichtig ist vielmehr, dass wir Unterschiede zulassen und erkennen, in welcher Weise sie uns bereichern“, erklärte der kanadische Nationalbischof Raymond L. Schultz Ende März bei der KirchenleiterInnenkonsultation und Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) im schwedischen Lund. Schultz, Vorsitzender des LWB-Erneuerungsausschusses und Nationalbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada (ELKIK), stellte den vorläufigen Bericht im Namen des Erneuerungsausschusses vor, der zu seiner ersten Tagung im Januar 2007 zusammengekommen war.
An der LWB-Ratstagung, die eine KirchenleiterInnenkonsultation sowie die Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des LWB einschloss, nahmen rund 500 VertreterInnen der LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil, unter ihnen mehr als 100 lutherische KirchenleiterInnen. (weiterlesen…)