Archiv der Nachrichten vom November, 2008

ANdré ShepherdFRANKFURT (mennonews.de) – Auf der heutigen Pressekonferenz in Frankfurt/Main stellte der US-Deserteur André Shepherd der deutschen Öffentlichkeit seinen Asylantrag vor. Er hatte den Antrag am Tag zuvor als erster US-Deserteur des Irakkrieges beim Bundesamt für Migration gestellt. Die Pressekonferenz wurde ausgerichtet von der in Bammental ansässigen Beratungsstelle für US-SoldatInnen, dem Military Counseling Network das zum Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee gehört und dem Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk Connection e.V.

André Shepherd war als Mechaniker für die Kampfhubschrauber Apache in Katterbach (Bayern) stationiert. Ein halbes Jahr lang wurde er 2004 und 2005  in der Nähe von Tikrit im Irak eingesetzt. Vor einer erneuten Verlegung im Jahre 2007 entschloss er sich, die Armee unerlaubt zu verlassen, da er sich bis dahin ausführlich über den Kriegseinsatz informiert hatte. “Als ich las und hörte, wie Menschen von den Maschinengewehren zerfetzt oder von den Hellfire-Raketen regelrecht in Stücke gerissen wurden, und erfuhr, wie Gebäude und Infrastruktur zerstört wurden, begann ich mich zu schämen für das, was ich da tat. Es war ein widerliches Gefühl, mir eingestehen zu müssen, dass ich im Grunde Tag für Tag am Abschlachten von stolzen Menschen beteiligt war.” (weiterlesen…)

PANAMA – Die vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) veranstaltete Dekade zur Überwindung von Gewalt (DOV) erklärt die Karibik zu ihrem Schwerpunkt für 2009 mit dem Thema: “Ein einig Band der Liebe: Für Frieden in der Karibik”.

Der Karibik-Fokus der Dekade zur Überwindung von Gewalt will Kirchen und Bewegungen, die sich in der Region für Frieden einsetzen, stärken und unterstützen und das Bewusstsein der Kirchen für das Gewaltpotenzial schärfen, das Problemen wie Migration und Menschenhandel, HIV und AIDS, Drogenmissbrauch und Drogenhandel inhärent ist. (weiterlesen…)

STUTTGART (APD) – Nur ein weltweites Konzil kann nach den Worten des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Zölibatsvorschrift für die katholischen Priester des lateinischen Ritus ändern. Bei einer Diskussionsveranstaltung der Ulmer “Südwest Presse” nannte es Zollitsch eine Illusion zu glauben, dass sich in dieser Frage in absehbarer Zeit etwas ändere. Da die römisch-katholische Kirche die ganze Welt umfasse, müssten Neuerungen auch auf dieser Ebene Bestand haben können.

Bereits im Januar 2008, wenige Tage nach seinem Amtsantritt, sprach sich Zollitsch “gegen Denkverbote” beim Thema Zölibat aus. In einem SPIEGEL-Gespräch betonte der Erzbischof, dass die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit “nicht theologisch notwendig” sei. (weiterlesen…)



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