Archiv der Nachrichten vom Juli, 2008

GENF – Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) fordert gemeinsam mit einem Bündnis kirchlicher Organisationen die Aufhebung von Beschränkungen, die die Verteilung humanitärer Hilfsgüter in Simbabwe verbieten. In einer am Donnerstag, 24. Juli, veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme beglückwünschen ÖRK, Reformierter Weltbund, Christlicher Studentenweltbund (WSCF), Weltbund der CVJF und Weltbund der CVJM die simbabwischen und afrikanischen Führungspersönlichkeiten, die an den laufenden Verhandlungen über eine gemeinsame Absichtserklärung beteiligt sind, in deren Rahmen die Gespräche über die Zukunft Simbabwes fortgesetzt werden sollen.

Weiterhin stellt das Schreiben fest, es müssten Schritte unternommen werden, um das Verbot der Verteilung von Hilfsgütern aufzuheben, sämtlichen Formen politischer Gewalt und Einschüchterung ein Ende zu setzen und ein Umfeld zu schaffen, in dem echte Heilung und Versöhnung geschehen können.

MADRID – (ÖRK) Dialog ist “der beste Weg zum gegenseitigen Verständnis und zur Zusammenarbeit in den zwischenmenschlichen Beziehungen wie auch im friedlichen Zusammenleben der Nationen”, hieß es in dem Schlusskommuniqué, das von den Organisatoren der Weltkonferenz für Dialog herausgegeben wurde und die breite Zustimmung der Konferenz fand, die am Freitag, dem 18. Juli in Madrid, Spanien, zu Ende ging.

“Dialog ist lebensnotwendig. Er ist einer der wichtigsten Wege zum gegenseitigen Kennenlernen, zur Zusammenarbeit, zum Meinungsaustausch und zur Wahrheitsfindung, die allesamt zum Wohlergehen der Menschheit beitragen.” Das Kommuniqué ruft nachdrücklich zum kontinuierlichen Dialog zwischen den Reglegionen, Zivilisationen und Kulturen auf, ersucht die UN-Generalversammlung, die Empfehlungen dieser Weltkonferenz zu unterstützen, und bringt positive Erwartungen an Folgeveranstaltungen zum Ausdruck.
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HARARE – (APD) Die christlichen Kirchen in Simbabwe haben erstmals gemeinsam die jüngste Präsidentenwahl als manipuliert verurteilt und das gewalttätige Vorgehen der von Staatschef Robert Mugabe geführten ZANU-PF-Partei kritisiert. Die Stichwahl von Ende Juni, nach der sich Mugabe zum Sieger erklärt hatte, spiegle nicht den Willen des Volkes wider, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der Kirchen vom 15. Juli. Die Kirchenführer beklagen demnach die politische Gewalt im Land, die von Vertreibung und Folter bis Mord reiche und die Bevölkerung traumatisiert habe.

Das Land brauche nun eine Regierung der nationalen Einheit und einen “Geist der Vergebung”, heisst es weiter. Die christlichen Kirchen, denen schätzungsweise die Hälfte der zimbabwischen Bevölkerung angehört, könnten zu dem Versöhnungsprozess beitragen. Allerdings gebe es derzeit in dem Land keine Kultur der Toleranz mehr, so der Generalsekretär der Katholischen Bischofskonferenz von Zimbabwe, Frederick Chiromba; “dabei könnten wir bei aller Unterschiedlichkeit vereint sein.”
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STUTTGART – Nach Einschätzung der evangelischen Entwicklungshilfeorganisation “Brot für die Welt” ist der G 8-Gipfel in Japan doppelt gescheitert. “Die selbsternannten Weltführer speisen uns mit Absichtserklärungen ab, wo wir kurzfristig wirksame Maßnahmen und langfristig überzeugende Visionen erwartet haben, um den Tsunami aus Hunger und Klimawandel zu bewältigen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Armen”, kritisiert Thomas Hirsch, Klimaexperte bei “Brot für die Welt”. Die Klima- und Hungerkrise werde so weitere Millionen von Opfern kosten, warnte er.

Die gemeinsame Erklärung zu Klimawandel und Energiesicherheit, auf die sich die G 8-Staaten und die wirtschaftlich schnell wachsenden Staaten Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Südkorea, Mexiko und Südafrika heute geeinigt haben, bleibt nach Ansicht der Organisation sogar noch deutlich hinter der eigentlichen Abschlusserklärung der G 8 zurück, weil jegliche Konkretisierung fehle. “Das zeigt, dass es unter den Wirtschaftsmächten an Ernsthaftigkeit, Entschlossenheit und Vertrauen fehlt. Die G 8, die allein fast zwei Drittel der Treibhausgase zu verantworten haben, werden ihrer Vorbild- und Führungsrolle nicht gerecht”, heißt es weiter.
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KÖLN – “Es ist immer gut zu sehen, was aus einer Idee geworden ist”, sagt Pfarrerin Barbara Rudolph. Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) freut sich darauf, an diesem strahlenden Sommersonntag zu hören, wie sich das Kölner Lokalprojekt der Aktion “Weißt du wer ich bin?” entwickelt hat. Als die ACK, der Zentralrat der Juden, der Zentralrat der Muslime und die Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) ihre bundesweite Aktion ausriefen und gefördert vom Bundesinnenministerium 120 lokale Projekte für mehr Miteinander der Religionen initiierten, war die Idee auch in Köln auf fruchtbaren Boden gefallen.
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