Katholikentag 2008 wirbt mit “Visionären”
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21. Juni 2007 abgelegt unter Festival, Katholisch.
OSNABRÜCK – “Meine Vision“, so lautet die Überschrift zur Werbekampagne des 97. Deutschen Katholikentags, der vom 21. – 25. Mai 2008 in Osnabrück stattfinden wird. Mit fünf Motiven präsentiert sich die Kampagne. Fünf Protagonisten, Helden des Alltags, sind zu sehen, die eine Organisation, eine Initiative oder ein Projekt gegründet haben, um die Zukunft zu gestalten.
„Nicht der, welcher Visionen hat, muss zum Arzt. Sondern der, welcher keine hat, wird Mühe haben durchs Leben zu finden“, so Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) bei der Pressekonferenz im Osnabrücker Theater. „Wir verbinden die Worte „Vision“ und „Visionär“ mit konkreten Projekten, welche die Gesellschaft heller und weiter machen.“ Daher wundert es nicht, dass die Kampagne keine Models zeigt, sondern authentische Menschen, wahre Geschichten aus dem kirchlichen Umfeld. Keine Fiktion, nicht geschönt, sondern ehrlich und wahrhaftig.
Sechs Protagonisten – fünf Visionen
„Du führst uns hinaus ins Weite“ so lautet das Motto des Katholikentags. „Diese Weite ist kein Paradies konfliktfreier Harmonie“, sagte ZdK-Präsident Meyer, „sie ist ein Aufruf zu einer Weltverantwortung, die sich nicht auf das Lamentieren verlegt, sondern Gottes gute Welt bewahren und erneuern will“. Dafür braucht es engagierte Menschen mit einer Vision – so wie die junge Journalistin Susanne Dietmann. Ihre Vision: „Stummen eine Stimme geben – Susanne Dietmann setzt sich für eine unabhängige Medienlandschaft in Afrika ein – für Menschenrechte, Demokratie und Glaubensfreiheit“. Susanne Dietmann ist eine der sechs Visionäre der bundesweiten Werbekampagne. Ihre beruflichen Fähigkeiten möchte sie für die Entwicklungsarbeit in Afrika einsetzen.
Die Geschäftsstelle des Katholikentags hatte deutschlandweit nach „Visionären“ gesucht und nach einem Auswahlverfahren in Kooperation mit der Werbeagentur diffus die Protagonisten ausgewählt. Marlies Wolf, eine weitere Visionärin, baut zusammen mit der kirchlichen Wohnbaugesellschaft Stephanswerk ein Haus, in dem Senioren in eigenen Appartements gemeinsam alt werden können. Mathias Kaps von der Fokolarbewegung arbeitet in Solingen für die Initiative „Stark ohne Gewalt“. Junge Menschen werden befähigt, Aggression und Gewalt in positives Engagement umzuwandeln. Alois Plüster ist Umweltpädagoge und arbeitet mit der Katholischen Landjugend Bewegung für ein Solarprojekt in Peru. Teresa und Johanna Juchem sind Zwillinge und haben ihre eigene Vision vom Leben in dieser Welt.
Visualisierung des Leitwortes
Die büro diffus GmbH aus Stuttgart entwickelte zum dritten Mal in Folge sowohl das Corporate Design als auch die Werbekampagne für das große Christentreffen. „Mit unserer Kampagne wollen wir Menschen den Anstoß geben, sich mit der Gesellschaft und Ihrer Umwelt auseinanderzusetzen, um Wege in eine bessere Zukunft zu finden“, erläuterte Holger Pfeifle, Geschäftsführer der büro diffus GmbH. Zur optimalen Visualisierung der Leitidee, steht die Hauptperson des Plakates in sich ruhend, mit geschlossenen Augen, vor einem strahlend weißen Hintergrund im Mittelpunkt des Plakates. Sie wird umgeben von weiteren Personen, die Gemeinschaft und Dialog symbolisieren. Der weiße Hintergrund und die Überstrahlung unterstützen den Eindruck der Weite und Freiheit der Gedanken. Durch die Unschärfe in Vorder- und Hintergrund rückt der Visionär in den Mittelpunkt des Betrachters. Des Weiteren hält er seine jeweilige Vision in den Händen, wobei die Schrift dabei individuell, handgemacht und persönlich ist.
Jahrhundertereignis für Osnabrück
Ab sofort sind Einladungsprospekte mit den Motiven der Kampagne in der Osnabrücker Geschäftsstelle erhältlich. Ab Oktober 2007 wird es drei verschiedene Plakatmotive geben, die dann im Januar 2008 bundesweit an alle katholischen Pfarreien verschickt werden. Die Pfarreien des Bistums Osnabrück haben bereits mit den organisatorischen und den inhaltlichen Vorbereitung begonnen. „Wir spüren, wie das gemeinsame Ziel des Katholikentags uns öffnet für die Gastgeberrolle, uns öffnet für eine Zukunftsgestaltung von Kirche und Gesellschaft, uns öffnet für Gott und die Menschen“, so der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode in seiner Erklärung. Dieses „Jahrhundertereignis für das Bistum Osnabrück“ gehe einher mit einer „Horizonterweiterung, die allen gut tue“, sagte der Bischof. „Ich staune und freue mich über das große Interesse in der ganzen Diözese“.