Archiv der Nachrichten vom Juni, 2007

BEIRUT – Ökumenische Delegation aus Deutschland beendet ersten Teil ihrer Nahost-Reise
Eine gemeinsame Delegation der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) besucht vom 23. bis 29. Juni 2007 die Kirchen im Libanon und in Ägypten. Der Besuch ist ein Zeichen der Solidarität mit den Christen vor Ort und will ein Signal für den Dialog mit den Muslimen setzen.

In einer Pressekonferenz zum Abschluss der Tage in Beirut unterstrichen die beiden Delegationsleiter, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München) und Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke (Hamburg), am 25.06.2007: „Mehr denn je brauchen die Christen im Libanon unsere Solidarität. Sie stehen weiterhin unter großem Druck. Viele verlassen das Land. Die politischen Entwicklungen bleiben ungewiss.“ (weiterlesen…)

LUND – „Beim Aufbau ökumenischer Einheit müssen wir nicht Konvergenz anstreben. Wichtig ist vielmehr, dass wir Unterschiede zulassen und erkennen, in welcher Weise sie uns bereichern“, erklärte der kanadische Nationalbischof Raymond L. Schultz Ende März bei der KirchenleiterInnenkonsultation und Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) im schwedischen Lund. Schultz, Vorsitzender des LWB-Erneuerungsausschusses und Nationalbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada (ELKIK), stellte den vorläufigen Bericht im Namen des Erneuerungsausschusses vor, der zu seiner ersten Tagung im Januar 2007 zusammengekommen war.

An der LWB-Ratstagung, die eine KirchenleiterInnenkonsultation sowie die Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des LWB einschloss, nahmen rund 500 VertreterInnen der LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil, unter ihnen mehr als 100 lutherische KirchenleiterInnen. (weiterlesen…)

NAIROBI – (ÖRK) Gewalt in ihren Heimatländern fliehen. In Afrika ist es die Hoffnung auf ein besseres Leben, die viele junge Menschen zur Flucht nach Europa oder in die USA verlockt, wo viele von ihnen als illegale Migranten enden. In Sri Lanka hat der Konflikt zwischen Regierungstruppen und den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) zur Flucht von Tausenden von Menschen geführt, die jetzt als Migranten in ständiger Angst vor Abschiebung leben. In Jordanien und Syrien warten irakische Christen seit mehr als zehn Jahren auf ein Immigrantenvisum.

Die Geschichten dieser Menschen wurden auf der Migrationskonferenz vom 6.-8. Juni 2007 in Nairobi, Kenia, erzählt und stellen eine Herausforderung an die Kirchen dar, sich stärker in der Migrationsproblematik zu engagieren.
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OSNABRÜCK – “Meine Vision“, so lautet die Überschrift zur Werbekampagne des 97. Deutschen Katholikentags, der vom 21. – 25. Mai 2008 in Osnabrück stattfinden wird. Mit fünf Motiven präsentiert sich die Kampagne. Fünf Protagonisten, Helden des Alltags, sind zu sehen, die eine Organisation, eine Initiative oder ein Projekt gegründet haben, um die Zukunft zu gestalten.

„Nicht der, welcher Visionen hat, muss zum Arzt. Sondern der, welcher keine hat, wird Mühe haben durchs Leben zu finden“, so Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) bei der Pressekonferenz im Osnabrücker Theater. „Wir verbinden die Worte „Vision“ und „Visionär“ mit konkreten Projekten, welche die Gesellschaft heller und weiter machen.“ Daher wundert es nicht, dass die Kampagne keine Models zeigt, sondern authentische Menschen, wahre Geschichten aus dem kirchlichen Umfeld. Keine Fiktion, nicht geschönt, sondern ehrlich und wahrhaftig.
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ISRAEL – Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfr. Dr. Samuel Kobia, wird vom 21. bis 26. Juni Mitgliedskirchen und christliche Gemeinden in den besetzten palästinensischen Gebieten und in Israel besuchen. Mit dem Besuch, der direkt nach der Eröffnung des vom ÖRK unterstützten Ökumenischen Palästina/Israel-Forum in Amman, Jordanien, stattfindet (siehe ÖRK-Pressemitteilung vom 12. Juni), soll die weltweite Solidarität der Kirchen mit den Kirchen im heiligen Land zum Ausdruck gebracht werden und ausserdem unsere Sorge um die Zukunft der beiden vom israelisch-palästinensischen Konflikt betroffenen Völker übermittelt werden.

“Die Mitgliedskirchen des ÖRK glauben, dass christliche Gemeinschaften im Heiligen Land ein historischer und wesentlicher Bestandteil der Region sind und dass ihre Zukunft und ihr Wohl mit der Zukunft und dem Wohl von Muslimen und Juden verbunden ist,” sagt Kobia.
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